-

Uraufführung
Ballett von Ralf Rossa nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian AndersenMusik von Antonín Dvořák und Dmitri Schostakowitsch
Vorstellungstermine: am Samstag, 28.01 um 19.30 Uhr, Sonntag, 29.01 und Sonntag 19.02 jeweils um 15.00 Uhr
In seinem ersten Ballettabend der Spielzeit 2011/2012 beschäftigt sich Ballettdirektor Ralf Rossa mit dem Kunstmärchen »Die Schneekönigin« des dänischen Dichters Hans Christian Andersen. Der allegorische Stil der literarischen Vorlage ermöglicht die Einbindung verschiedener Fantasiewelten und bietet Raum für viele Assoziationen zur Darstellung des Bösen. Im Zentrum steht die enge Freundschaft der Kinder Kay und Gerda, die durch den Einfluss falscher Freunde, allen voran die Schneekönigin, zerstört wird. Das Böse in der Welt macht aus Kay einen anderen Menschen. Er entfernt sich von Gerda nicht nur räumlich - denn er lebt jetzt im Schneepalast der Schneekönigin - sondern auch emotional.
-
Deutschsprachige Erstaufführung von Virginie Despentes
Nächste Vorstellung: am Freitag, 24.02. und Dienstag, 28.02. jeweils um 20.00 UhrWer oder was ist King Kong? Ist das schwarze Riesenbiest nichts als die Angst des weißen Mannes vor dem superpotenten Schwarzen, der ihm die weiße Frau stiehlt? Ein maskierter Kommunist? Oder gar Terrorist? Woher wissen wir, dass King Kong überhaupt ein männliches Wesen ist? Ist King Kong vielleicht eine Frau? Wenn ja, muss da dringend was getan werden. Allein die vielen Haare! Es ist eben nicht einfach, eine Frau zu werden, der Weg kann unter Umständen sehr steinig sein. Gut aussehen und dann auch noch sprechen! Jede Menge haariger Biester, darunter 3 Frauen und viele Puppen erzählen die wahre Geschichte von King Kong und wie er letztendlich doch noch eine »richtige« Frau wurde. Virginie Despentes Trash-Roman »Baise-moi« von 1993 war ein Skandal. In »King Kong Theorie« von 2008 läuft sie wiederum »Sturm gegen die offizielle Doktrin des westlichen Feminismus« (Berlin Verlag). Die Regisseurin Claudia Bauer arbeitet regelmäßig in Halle und unterstrich hier zuletzt mit Sandra Hüller als VIRGIN QUEEN ihr besonderes Talent für Puppen- und Schauspielperformance. Auch diese neue Arbeit kennt keine Grenzen zwischen den »Sparten«!
-
Die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor hoch. Hat man eine Arbeit, wird sie schlecht bezahlt, so dass man seine Familie kaum davon ernähren kann. Viele Jobs sind befristet oder unsicher und schnell steht man mit leeren Händen da. Reicht die Arbeitslosenunterstützung nicht, muss man sich illegal über Wasser halten oder sich und den Kindern alles versagen. Das Leben wird ungemein mühsam und die Hoffnungen schwinden zusehends.
-
von Robert Wilson / Tom Waits / Kathleen Brennan nach Georg Büchner Textfassung von Ann-Christin Rommen und Wolfgang Wiens
Nächste Vorstellung: am Mittwoch, 01.02., Donnerstag, 02.02. und Montag, 12.03. jeweils um 19.30 Uhr.
Die geschundenen und fälschlicherweise Bestraften, die psychisch und physisch am Rande Befindlichen, die Täter und Opfer, die Macher und Gemachten, die Suchenden und Irrenden - alle finden Platz in den Dichtungen, die das Versmaß sprengen. »Was der Mond rot aufgeht« Sagt Marie. »Wie ein blutig Eisen« Sagt Woyzeck. »Bloody Moon« Sang Tom Waits 2000, als er für das Kopenhagener Opernhaus seine Komposition zu Büchners »Woyzeck« vorlegte, und somit »das schnelle Gewitter, das mit der Geschwindigkeit einer anderen Zeit kommt« (Heiner Müller), also Georg Büchners letztes Fragment von 1837, für einen neuen Zuschauerkreis öffnete. Für Matthias Brenner wird es eine Neubegegnung mit dem Stoff, denn als Schauspieler stand er bereits als Hauptmann und Doktor auf der Bühne.
-
Ballette von Ralf Rossa
Musik von Peteris Vasks und Antonio Vivaldi
Die Musik wird eingespieltVorstellungstermine: am Mittwoch, 22.02.2012 und Dienstag, 28.02.2012 jeweils um 19.30 Uhr
Mit dem neuen Ballettabend zeigt Ralf Rossa ein Kaleidoskop der Emotionen und Stimmungen, die uns Menschen umtreiben. So reagieren wir auf die unterschiedlichen Facetten, die uns die vier Jahreszeiten bieten und auch darauf, wie Menschen in unserem Umfeld uns prägen. In BERNARDA ALBAS HAUS nach Federico García Lorcas gleichnamigen und letzten Theaterstück, das zu der Trilogie Bluthochzeit gehört, entwirft der Ballettdirektor und Choreograf Ralf Rossa eine Studie über Isolation und Selbstkasteiung aus Furcht vor moralischer Verurteilung. Die vier Töchter verpassen ihr Leben, das von dem strengen Regiment ihrer Mutter Bernarda bestimmt wird. Für diese ausdrucksstarke Ballettpantomime hat Ralf Rossa Musik des lettischen Komponisten Pēteris Vasks ausgewählt, der bekannt für eine besonders expressive, direkte und ungekünstelte Tonsprache ist.
-
Deutschsprachige Erstaufführung von Joël Pommerat Gefördert vom Fonds »Wanderlust« bei der Kulturstiftung des Bundes
Nächste Vorstellungen: am Mittwoch, 22.02 um 20.30 Uhr
Die Angestellten eines Supermarkts erinnern sich an Ereignisse, die sie noch immer beschäftigen, obwohl sie zehn Jahre zurückliegen. Zu dieser Zeit wurde ihr Chef, Mr. Blocq, schwer krank und vererbte ihnen seine Geschäfte, weil er seine Kinder und auch sonst kaum einen Menschen leiden mochte. Dann gab es da noch eine junge Frau, Estelle, das »Mädchen für alles« im Laden, die von einem Theaterstück für Blocq träumte, das ihn vielleicht retten könnte. Und es gab einen seltsamen Mann, der angeblich in einer Kläranlage arbeitete und die Tatsachen durchschaute wie klares Wasser... - Ein Märchen für Erwachsene, das aus der Realität besteht!
|
|||||||||||||||










