Format. Neue Wege in der Kultur

FORMAT. Neue Wege in der Kultur.

Das Theater ist hauptsächlich ein Ort der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche, die hier ein offenes Haus für künstlerische Aktivitäten vorfinden. Ebenso ist es eine Plattform für junge Künstler, die neue Formen künstlerischer Prozesse in der Theaterarbeit mit und für Kinder und Jugendliche im 21. Jahrhundert entwickeln. Diese Ausrichtung fördert die Bildung einer kreativen und gesellschaftlich engagierten Arbeitsphilosophie, von der Impulse in das Gemeinwesen ausgehen.

Durch Theater wird die Wahrnehmung für Ereignisse und Erlebnisse geschärft. Diese Schärfung bildet die Grundlage, um zunächst geistige Initiativen in Gang zu setzen und Horizonterweiterungen mit sich bringen. Für die geistige Entwicklung junger Menschen sind die Wirkungen kathartischer Effekte als Erlebnis ungemein wichtig. Das Theater gibt ihnen den Anstoß dafür, so dass sie in die Lage versetzt werden können, einen unabhängigen Geist herauszubilden. Katharsis bedeutet besonders für Kinder und Jugendliche ein Prozess, welcher ihr Selbst neu bestimmt, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Selbst und Selbstlosigkeit. Damit tritt das Sich-Treiben-Lassen zurück. Lebensziele und gelebte Werte treten deutlicher hervor. Das Theater bietet den entsprechenden Schutzraum, die notwendige Flexibilität sowie Offenheit und die Möglichkeit des Scheiterns als spielerisch erlebte Erfahrung. Der Blick auf den Anderen wird konkreter. Das Fremde wird bekannter.

Der Prozess des Heranwachsens von Kindern und Jugendlichen bedarf einer besonderen Zuwendung, damit sie ihren für sich sinnvollen Platz in der Gesellschaft finden. Die Suche nach Sinn und Orientierung in der Gesellschaft wird durch die spielerische Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit innerhalb des Theaters begreifbar und fassbar gemacht.

Das Theater ist Utopieraum und ein wunderbares Gefäß für gemeinsame Prozesse und Erfahrungen, die ein Kunst- und Grunderlebnis schaffen. Die Suche nach neuen Formen zwischen Spiel und Wirklichkeit bietet jungen Menschen in der Stipendiatenposition die Chance, Erfahrungen in einem konkreten Prozess mit und für Kinder und Jugendlichen zu machen. Das Theater selbst verbindet damit die Hoffnung, dass Modelle entwickelt werden können, die richtungweisend für die zukünftige Gestaltung von Gesellschaft sind.

Mit dieser Philosophie und Zielstellung soll das Stipendiatenprogramm jungen Menschen eine Perspektive bieten, die ihnen Mut zum selbstständigen Handeln und Denken macht.

  • Aus Talenten Fähigkeiten machen.
  • Kreativität unterstützen und fördern.
  • Erfolg erleben lassen, der für andere Motivation ist.
  • Vernetzung zu hochkarätigen Fachleuten.
  • Vermittlung in Anschlussprojekte oder in den Beruf.

Diese Leitgedanken stehen dabei immer im Fokus auf dem Weg zum Ziel.

Schwerpunkt 2009/10

familie neu formatiert!

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Unter dem Motto FAMILIE neu FORMATIERT präsentierten auch in der letzten Spielzeit die Teilnehmer des Stipendiatenprogramms FORMAT - NEUE WEGE IN DER KULTUR wieder die Ergebnisse ihrer einjährigen Arbeit am Thalia Theater. Ab dem 7. Mai 2010 ließ sich eine ganz besondere gesellschaftliche Institution hautnah erleben - die Familie bildete den Mittelpunkt der ganz verschiedenen Arbeiten, die gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen entwickelt wurden und zur Aufführung kamen. Dabei inszenierten die Stipendiaten ganz verschiedene Facetten des Themas Familie, näherten sich dabei performativ, tänzerisch oder kochend jener kleinsten gesellschaftlichen Einheit an und eroberten nicht zuletzt wie auch in den Jahren zuvor wieder die unterschiedlichsten Orte im Stadtraum.

Folgende Stipendiatinnen arbeiteten am Thalia Theater in der Spielzeit 2009/10

Damaris Nübel/ Familienalbum
Maria Magdalena Ludewig/ Familienglück
Tanja Mette/ Familienbande
Ariane Schwarz/ Our House
Anne Rohrbach/ Bühnenbeet
Corina Forthuber/ Kinder. Küche. Kommt.


Hallesche Wohnungsgesellschaft

 
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