Arzt wider Willen |
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von Jean Baptiste Molière
Sganarelle trinkt, geht regelmäßig fremd und prügelt zur Belohnung seine Frau Martine. Sie rächt sich, indem sie dem Adligen Géronte für die Behandlung der Stummheit seiner Tochter Lucinde Hilfe anbietet und behauptet einfach, Sganarelle sei ein erfolgreicher Wunderdoktor, der nur ungern mit seiner Wissenschaft hausiere. Nur unter Gewaltanwendung könne die sich voll entfalten. Also wird nun auch Sganarelle von Dienern so lange verprügelt, bis er sich fügt. Schnell gefällt er sich in seiner Rolle während einer Reihe absurder Behandlungsversuche an der stummen Lucinde und lullt alle mit seinem medizinischen Salonschwachsinn ein. Doch Lucindes Sprachlosigkeit ist nur Protest gegen eine Zwangsheirat. Sganarelle droht, vor ihrem Vater aufzufliegen. Als er den echten Geliebten Léandre als Apotheker ausgibt und Lucinde plötzlich wieder spricht, kehrt die bittere Wahrheit ein und damit das Ende der Arztkunst. Für Molière nimmt der turbulente Spaß hier erst richtig Tempo auf und landet am Ende, wo er angefangen hat - mit erhobener Hand, immer zum Draufhauen bereit! Diese berühmte Charakterkomödie ist eine Steilvorlage für das Hallenser Ensemble, und Michael Schweighöfer vom Deutschen Theater ist ein Spezialist für schräge Geschichten und kauzige Typen. Seine Vollblut-Schauspieler-Regiearbeiten in Leipzig und Berlin belegen das eindrücklich. Regie: Michael Schweighöfer | Bühne: Michael Schweighöfer/Emanuel Schulze | Kostüme: Ines Schweighöfer Mit: Hilmar Eichhorn, Petra Ehlert, Wolf Gerlach, Alexander Pensel, Stella Hilb, Jonas Schütte, Hanne Schubert, Bettina Schneider, Maximilian Wolff, Peer-Uwe Teska
GALERIE (Fotograf: Gert Kiermeyer) |


