Der Hofmeister |
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von Jakob Reinhold Michael Lenz Der junge Lenz schrieb 1774 mit DER HOFMEISTER sein erstes großes Drama. Darin lassen zwei ungleiche Adlige ihre Kinder nach verschiedenen Maximen erziehen. Der eine, Fritz, besucht die öffentliche Schule. Für die andere, Gustchen, wurde ein Kandidat der Theologie als Hauslehrer für einen Hungerlohn engagiert. Die beiden Zöglinge jedoch verliebten sich ineinander und schwören sich wie Romeo und Julia ewige Treue. Doch dann muss Fritz zum Studium nach Halle. Und Gustchen bleibt mit ihrem Privatlehrer zurück. Das Drama nimmt seinen Lauf. Es ist aber mehr als nur eine verzweifelte Liebesgeschichte. Das politische „Gegenwartsstück" von Lenz, der kurz zuvor selbst als Hofmeister gearbeitet hat, ist vor allem ein Schrei nach Gerechtigkeit eines zu seiner Zeit verkannten Genies des Sturm und Drangs. Es interessieren nicht nur die verschiedenen Spielarten der in die Verzweiflung treibenden Liebe zwischen den Generationen und Geschlechtern, mehr noch, der Wunsch oder Versuch, glücklich zu werden in einer Zeit, in der man keine Chance hat. Es stürmt und drängt: In Halle bei Fritz, in Ostpreußen bei Gustchen. Bei Kommilitonen, Eltern, Freunden, Lehrern. Egal wie gebildet, egal wie alt, egal welcher sozialer Herkunft - kurz: bei allen! Vor allem: Bei Lenz selbst! Komödie, Tragödie, Farce - wir werden es zunächst im Theater Bad Lauchstädt sehen und später in Halle, wenn diese Arbeit ins nt übernommen wird. Regie: Jörg Steinberg | Bühne und Kostüme: Tilo Steffens Mit: Wolf Gerlach, Alexander Pensel, Peer-Uwe Teska, Karl-Fred Müller, Petra Ehlert, Stella Hilb, Felix Defér (Studio), Martin Bruchmann (Studio), Pablo Guaneme Pinilla (Studio), Reinhard Straube, Barabara Zinn, Bea Brocks (Studio), Jörg Simonides GALERIE (Fotograf: Gert Kiermeyer) |



