Hans Rotman

Hans Rotmanwurde 1954 in Rotterdam geboren und studierte zunächst Violine und Komposition in Utrecht, später dann in Siena Dirigieren bei Franco Ferrara und Kurt Masur. Nachdem er 1985 den Daphne Proud Fellow Award unter Jury von Seiji Ozawa gewonnen hatte, trat er beim vom Boston Symphony Orchestra gegründeten Tanglewood Music Festival auf. Höhepunkt dieser Arbeit war ein gemeinsames Konzert mit Leonard Bernstein, das im Fernsehen übertragen wurde.

Nach seinem Erfolg in den USA hat Rotman in Deutschland, Belgien und den Niederlanden ein breites Repertoire, besonders im Bereich der Oper und der Neuen Musik dirigiert. Seine Interpretation von zwei Mozartopern wurde von den Sendern BRT, ORF und ZDF dokumentiert. Große Bekanntheit erlangte er als ständiger Gastdirigent des Rundfunk Orchesters Brüssel mit einer Reihe moderierter Sendungen zu Neuer Musik für das belgische Fernsehen sowie mit den Young People Concerts des Royal Flemish Philharmonic Orchestra. Hans Rotman komponierte mehrere Stücke für das Musiktheater, so »Torre de Canela« nach Federico García Lorca (Arte/BRT Fernsehen), die Radiooper »rosie« (Nominierung Prix d‘Italia), »Die Sechste Stunde« (Regie Johann Kresnik) und »Spiegelgrund« (Volkstheater Wien).

2004 wurde er von der Staatskapelle Halle und dem Weimarer Kunstfest engagiert, um die Neue Musik einem größeren und jungen Publikum zu erschließen. Seit 2008 ist er Intendant des IMPULS-Festivals für Neue Musik in Sachsen-Anhalt.