Riemannoper |
von Tom Johnson Nächste Vorstellung: am Montag, 04.6. jeweils um 20.00 Uhr Die »Riemannoper« des amerikanischen Komponisten Tom Johnson ist eine Musikstunde der besonderen Art. So absurd die Idee zunächst klingen mag - Johnson vertonte für seine 1988 uraufgeführte Oper Artikel aus dem von Hugo Riemann 1882 herausgegebenen Musiklexikon zusammen und schafft so ein einzigartiges Bühnenwerk, das nicht nur eine Hommage an den Verfasser des Musiklexikons darstellt, sondern auch ein ganz besonders Stück kabarettistischen Musiktheaters ist: Vier Sänger - eine Primadonna assoluta, eine nebengeordnete Primadonna, ein Tenor und ein Bariton - führen in ihren Arien, Duetten und Ensembles die in den Texten beschriebenen musikalischen Begriffe und Formen sinnlich vor. Die Gattung »Oper« reflektiert sich gleichsam auf der Bühne selber. Dabei lässt Tom Johnson, dessen Kompositionen der Minimal Music zugeordnet werden, bei der szenischen Darstellung seinen Interpreten alle Freiheiten. Die Handlung seiner »Riemannoper« ist für jede Aufführung neu zu erfinden. In der Inszenierung des Künstlerischen Leiters der Oper Halle Axel Köhler wird Johnsons amüsante Oper zu einer Farce auf die Gegenwart des Musiktheaterbetriebes. Er führt die vier Sänger der Handlung in eine besondere Situation: Angesichts drohender Sparmaßnahmen müssen die vier Kollegen sich vor dem Publikum beweisen. Dass es da nicht immer friedlich zugeht, ist selbstverständlich: Eitelkeiten, Rivalitäten und Streit sind im Konkurrenzkampf um ein weiteres Engagement bei dieser musiktheoretischen Prüfung vorprogrammiert ... Musikalische Leitung am Flügel: Tino Fiebig / Katrin Wittrisch| Inszenierung: Axel Köhler | Bühne und Kostüme: Petra Ziegenhorn Mit:
GALERIE (Fotograf: Gert Kiermeyer)
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