Alcina

Dramma per musica von Georg Friedrich Händel HWV 34 nach einem Libretto von Antonio Fanzaglia
Gemeinschaftsproduktion der Oper Halle und der Händel-Festspiele Halle

PREMIERE am Freitag, 01.06.2012 in der Oper

Weitere Vorstellungen: am Sonntag, 03.06.2012 und am Freitag, 08.06.2012 jeweils um 19.00 Uhr

Wie viele Opern des Barock erzählt auch "Alcina" von der Bändigung des Affekts und vom Sieg der Vernunft über die Leidenschaft: Der junge Ruggerio erliegt dem bezaubernden Liebreiz einer Frau, die so schön und anziehend ist, dass sich Männer bei ihr gleich reihenweise "zu Tieren verwandeln" - eine große Gefahr also für das Wohl der anständigen Gesellschaft. Doch Ruggerio wird schließlich zur Tugend bekehrt, erkennt seine Fehler und rehabilitiert sich, indem er Alcinas Paradiesreich der befreiten Triebe selbst in Trümmer legt. Die Welt hat ihre traurige Ordnung wieder. Diese Botschaft kommt am Ende freilich anders an, als der Librettist dies vermutlich beabsichtigt hat. Alcina, die eigentlich die Böse sein soll, wird von Händels Musik zu einer so anrührenden Gestalt veredelt, dass ihr die Sympathie und das Mitleid jedes Zuhörers zufliegen. Hinter dem Happy-End eines naiv scheinenden Zauberstücks versteckt sich eine Tragödie, die unter der Hand Stellung gegen die offizielle Gesellschaftsmoral bezieht.

Händelfestspielorchester
Musikalische Leitung: Bernhard Forck | Inszenierung, Bühne und Kostüme: Andrej Woron | Choreografie: Martin Stiefermann | Choreinstudierung: Tobias Horschke | Mitarbeit Bühne und Kostüme: Joanna Surowiec

Mit:
Alcina Romelia Lichtenstein
Morgana
Ines Lex
Ruggiero
Terry Wey
Bradamante
Bettina Ranch
Oronte
Andreas Karasiak
Melisso
Ki-Hyun Park
Oberto
Jeffrey Kim

Ballett:
Anneli Chasemore

Gorden Wannhoff
Paloma Figueroa
Johan Plaitano