Meine Kältekammer

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Deutschsprachige Erstaufführung von Joël Pommerat Gefördert vom Fonds »Wanderlust« bei der Kulturstiftung des Bundes

Nächste Vorstellungen: am Mittwoch, 22.02; Freitag, 13.04 und Samstag, 14.04 jeweils um 20.30 Uhr

Die Angestellten eines Supermarkts erinnern sich an Ereignisse, die sie noch immer beschäftigen, obwohl sie zehn Jahre zurückliegen. Zu dieser Zeit wurde ihr Chef, Mr. Blocq, schwer krank und vererbte ihnen seine Geschäfte, weil er seine Kinder und auch sonst kaum einen Menschen leiden mochte. Dann gab es da noch eine junge Frau, Estelle, das »Mädchen für alles« im Laden, die von einem Theaterstück für Blocq träumte, das ihn vielleicht retten könnte. Und es gab einen seltsamen Mann, der angeblich in einer Kläranlage arbeitete und die Tatsachen durchschaute wie klares Wasser... - Ein Märchen für Erwachsene, das aus der Realität besteht!
 

Das wundervolle Zwischending

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von Martin Heckmanns

Nächste Vorstellung: Freitag, 24.02.2012 um 20.30 Uhr

Johann und Anne gehen ihrer Ehe auf den Grund. Sie drehen einen Film über sich selbst, aber schon bald zeigt sich, daß beide unterschiedliche Erinnerungen lieben. Enttäuschend, wenn der eine sich kaum an eine - zugegeben - winzige Geste erinnert, die für den anderen von großer Bedeutung war. Kann man zurück an den Anfang, zurück zur Leidenschaft? Birgt der Alltag mehr als sich selbst? Wenn wenigstens der Mann vom Amt nicht wäre, für den die beiden selbsternannten Filmkünstler einfach Sozialhilfeempfänger sind! - Regisseur Moritz Sostmann, der mit »Buddenbrooks«, »Frühstück bei Tiffany« und »Wie es euch gefällt« zu den Lieblingsregisseuren des Puppentheaters gehört, fächert die Beziehung eines Paares auf, das um jeden Preis sein Geheimnis lüften will!

 

Konzert für eine taube Seele

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Uraufführung
Ein Spiel für Ragna Schirmer und Puppen

Nächste Vorstellungstermine: Samstag 25.02 um 20.30 Uhr und Sonntag, 26.02.2012 um 18.00 Uhr

Der französische Komponist Maurice Ravel wollte ursprünglich Pianist werden. Mit einer selbstgebauten Vorrichtung zum Trainieren seiner Finger ruinierte er sie beinahe. Jahr für Jahr scheiterte er spektakulär beim Wettbewerb um den Prix de Rome - dann war er berühmt! Dem Schöpfer des »Bolero« wurde mechanische Kälte vorgeworfen, und sein Kollege Strawinsky nannte ihn den »Schweizer Uhrmacher« unter den Komponisten. Jedoch litt Ravel an einer seltsamen Krankheit, einer erworbenen Amusie, von Zeitgenossen als »taube Seele« bezeichnet. Nach und nach verlor Ravel die Fähigkeit zur Musik. Am Beginn seiner Krankheit bedauerte er, dass er »noch so viel Musik im Kopf« hätte, viel mehr, als man von ihm kennt! Im Zentrum der Inszenierung stehen Ravels Musik und die Ausnahmepianisten Ragna Schirmer, die Ravels Musik spielt und sie verkörpert. Wie der Dichter in Jean Cocteaus berühmtem Film »Orphee« hat Ravel die Gabe, hinter die Spiegel zu gehen. Mühelos betritt er die Innenräume seiner Seele, bis die Krankheit ihm den Zutritt verwehrt. Nach der deutschsprachigen Erstaufführung »Meine Kältekammer« arbeitet Christoph Werner zum ersten Mal mit Ragna Schirmer. Für die Bühne zeichnet Oliver Proske verantwortlich, der sich als »Leib- und Magenbühnenbildner« der spektakulären Theaterformation »Nico and the Navigators« einen Namen machte.