7. Sinfoniekonzert

7.siko2013

26. Mai | 11.00 Uhr (Einführung 10.15 Uhr) | Georg-Friedrich-Händel HALLE
27. Mai | 19.30 Uhr (Einführung 18.45 Uhr) | Georg-Friedrich-Händel HALLE

7. Sinfoniekonzert
Werke von Manuel de Falla und Edward Elgar
Guy Braunstein, Violine
Dirigat am Sonntag: Robbert van Stejin | am Montag: Karl-Heinz Steffens

Manuel de Falla schuf wenige Werke, darunter die Musik zum Ballett »Der Dreispitz «, trotzdem gilt er als bedeutender Repräsentant der neueren spanischen Musik. »Musik muss man in sich tragen« hieß für ihn den »Geist spanischer Musik in sich tragen«. Hätte er jedoch in Paris nicht Ravel, Debussy und Strawinsky kennengelernt, so wäre er »in Madrid begraben geblieben«. Für Sergej Djagilew und seine Ballet Russes komponierte er 1919 den »Dreispitz«, aus dem die zweite Suite im Konzert zu hören ist. Für Fritz Kreisler wiederum schuf Edward Elgar 1910 sein Violinkonzert h-Moll op. 61. Kreisler war begeistert und meinte, es sei das größte seit Beethoven. Das Motto zum Konzert wirft die Frage auf, »wessen Seele hier beschlossen liegt«? Elgar lässt sie off en. Der Reichtum an Themen und Stimmungen in der vor dem Hörer ausgebreiteten musikalischen »Seelenlandschaft « fordert jeden Virtuosen heraus. Bei uns nimmt sich der Erste Konzertmeister der Berliner Philharmoniker Guy Braunstein, in Halle kein Unbekannter, unter der Leitung von GMD Karl-Heinz Steff ens dessen an. Bekannt wurde Elgar in Deutschland durch seine »Enigma«-Variationen op. 36, populär durch seinen ersten »Pomp and Circumstance«-Marsch mit der berühmten Trio-Melodie. Zum Rätsel (Enigma), das sich im originalen Elgar-Thema und in den Variationen verbirgt, mochte sich der Komponist nicht äußern und widmete sie »meinen Freunden, die darin porträtiert sind«.

 

11. Kammermusik

kammermusik_2.6.2013

Sonntag, 02. Juni 2013 | 11.00 Uhr | Händel-Haus

Viola Total IV

Die Bratschengruppe der Staatskapelle Halle nimmt Sie mit auf eine Achterbahnfahrt der besonderen Art: in 80 Minuten (plus Nachspielzeit) durch sechs Jahrhunderte Musikgeschichte.

 

 

collegium instrumentale halle

20. Juni | 19.30 Uhr | Franckesche Stiftungen, Freylinghausensaal

collegium instrumentale halle | 2. Konzert

Werke von Franz Schreker, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Fritz Kreisler Andreas Frölich, Klavier | Arkadi Marasch, Leitung und Violine

Franz Schreker, geboren 1878 und heute vor allem bekannt durch seine Opernkompositionen, zählt neben Alexander von Zemlinsky, Arnold Schönberg und Erich Wolfgang Korngold zu den wichtigsten Vertretern der sogenannten Wiener Moderne. Sein Intermezzo für Streichorchester op. 8 wird das zweite Konzert des collegium instrumentale halle unter Leitung von Arkadi Marasch eröff nen. Dieses frühe Werk des Komponisten steht noch gänzlich in der Tradition der Spätromantik. Ein musikgeschichtlicher Zeitsprung führt in die Epoche der Klassik: Joseph Haydns Konzert für Violine, Klavier und Streicher in F-Dur sowie das Konzert für Klavier Nr. 13 C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart entführen in den Themen- und Motivreichtum von zwei der wohl berühmtesten Komponisten des 18. Jahrhunderts. Letzteres wurde für eine Akademie unter Anwesenheit Kaiser Joseph II. komponiert, weshalb der Komponist im Unterschied zu den drei vorangegangenen Klavierkonzerten Pauken und Trompeten verwendete. Die Solopartien beider Werke werden von Andreas Frölich übernommen. Eine Rarität im Konzertprogramm der heutigen Zeit stellt das 1921 entstandene Streichquartett a-moll von Fritz Kreisler dar, das in diesem Konzert in einer Bearbeitung für Streichorchester zu hören ist. Der berühmte Geiger, der bereits mit sieben Jahren das Wiener Konservatorium besuchte, hat nicht nur die Technik des Violinspiels geprägt, er war auch der letzte seiner Zunft, der gleichzeitig als Komponist tätig war.