Joseph Haydn: Trio für Flöte, Cello und Klavier op.17 Ludwig van Beethoven: 12 Variationen über ein Thema von Mozart " Ein Mädchen oder Weibchen" op.66 für Violoncello und Klavier Francis Poulenc: Sonate für Flöte und Klavier Carl Maria von Weber: Trio für Flöte, Cello und Klavier g-Moll
Elke Lange Flöte Johannes Hartmann Violoncello Ulrich Urban Klavier
Werke von Matthias Georg Monn, Georg Christoph Wagenseil, Carl Ditters von Dittersdorf, Christoph Willibald Gluck und Michael Haydn
»Es ist aber unmöglich von der musikalischen Gegenwart zu sprechen, ohne auf die sogenannte classische Periode und die Coryphäen zurückzugehen, durch welche die Gegenwart vorbereitet worden ist. Hier leuchtet uns das Kleeblatt: Haydn, Mozart, Beethoven entgegen.« - Mit diesem Satz begründete der Göttinger Gelehrte Amadeus Wendt im Jahre 1836 nicht nur die Musikepoche der Klassik, sondern erhob auch gleich die Komponisten Haydn, Mozart und Beethoven zu ihren Protagonisten. Dieses Denken führte dazu, dass viele andere Komponisten, die in der Mitte des 18. Jahrhunderts den Nährboden für die Klassik bereitet haben, in Vergessenheit gerieten. Das Händelfestspielorchester setzt hier einen deutlichen Kontrapunkt und widmet sein drittes Saisonkonzert den unbekannteren Bahnen der Klassik. Zu Gehör kommen Sinfonien der Wiener Komponisten Georg Reutter und Georg Matthias Monn sowie des in Salzburg wirkenden jüngeren Haydn-Bruders Michael; ferner erklingen Ausschnitte der 1761 entstandenen Ballettmusik »Don Juan« von Christoph Willibald Gluck. Mit der ersten Wiederauff ührung des rekonstruierten Posaunenkonzerts von Georg Christoph Wagenseil hält das Orchester, unter dem Dirigat von Michael Schneider schließlich noch eine echte Weltpremiere bereit.
Schon in seinen ersten beiden Sinfonien suchte Gustav Mahler nach neuen Wegen für die Gattung der Sinfonie nach Beethoven, Brahms und Bruckner. Möglichkeiten sah er in der Form der Sinfonischen Kantate, die Beethoven in seiner 9. Sinfonie der Gattung hinzugefügt hatte, sowie in der Programmmusik. Konsequenter Weise verfolgt Mahler in seiner 3. Sinfonie diese beiden Wege weiter. Das Sinfonieorchester wird von ihm um einen Frauen- und einen Kinderchor sowie um eine Altsolistin erweitert, um neue Ausdrucksmöglichkeiten zu erzielen. Gleichzeitig folgt die Sinfonie einem inneren Programm: »Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen. Der immer neue und wechselnde Inhalt bestimmt sich seine Form von selbst«, so der Komponist über sein Schaffen.