kammermusik extra |
|
Aula der Universität Ralf Mielke Flöte, GMD Karl-Heinz Steffens Klarinette,
Aula der Universität GMD Karl-Heinz Steffens Klarinette, Michal Friedländer Klavier Sandra Maxheimer, Sopran | Ralf Mielke, Flöte | GMD Karl-Heinz Steffens, Klarinette | Ying Zhang, Theodor Toschew, Violine | Hartmut Neubert, Viola | Christian Hunger, Violoncello | Ursula Heins, Harfe Die »Kammermusik extra« präsentiert Ihnen zum Abschluss der Saison mit Maurice Ravel, Claude Debussy und Francis Poulenc ein rein französisches Programm mit Werken des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ravel, ein Schüler von Gabriel Fauré am Pariser Konservatorium, wurde stark vom französischen Impressionismus beeinflusst, gelangte aber bald zu einem eigenen Stil, der impressionistische Klangfarben in klarer Formgebung mit Elementen der baskisch-spanischen Volks- und Tanzmusik verbindet. Seine »Introduktion und Allegro für Flöte, Klarinette, Harfe und Streichquartett« entstand 1905 als Auftragswerk der Firma »Erard«, eines etablierten Herstellers von Harfen und Klavieren in Paris, dessen Gründer Sébastian Erard 1810 die Doppelpedalharfe erfunden hatte. Damit hielt der farbenreiche und filigrane Klang der Harfe sowohl im Orchester als auch in der Kammermusik verstärkt Einzug. Zwar handelt es sich bei Ravels »Introduktion und Allegro« nicht um ein Solokonzert für Harfe, doch unter den sieben Instrumenten nimmt diese die Vorrangstellung ein. Erleben Sie bei diesem Werk einen der besonderen Auftritte des GMD Karl-Heinz Steff ens als Klarinettist. Nach Gedichten von Evariste Parny, einem Dichter des Rokoko, dessen Lyrik von der tropischen Welt inspiriert war, komponierte Ravel die drei »Chansons madécasses« für Sopran, Flöte, Violoncello und Klavier. In diesem Meisterwerk verbinden sich Naturmotive und einfach gehaltene Melodien mit einer feinen harmonischen Raffinesse, so dass die Musik eine geradezu magische Wirkung entfaltet. Claude Debussy gilt als der Erfinder und Vollender des musikalischen Impressionismus. Sein Name wird mit Malern wie Monet, Renoir und Pissarro in Verbindung gebracht. Debussy sah sich selbst als einen Maler in Tönen und Klängen. Seine »Sonate für Flöte, Viola und Harfe« entstand um 1915/16 und ist so etwas wie Klang gewordene Poesie. Debussy charakterisierte das Werk als »schrecklich melancholisch«. »Ich weiß nicht«, so schreibt er weiter, »ob man dabei lachen oder weinen soll. Vielleicht beides zugleich?« Francis Poulencs dreisätziges »Sextett für Klavier und Bläserquintett« entstand vermutlich zwischen 1932 und 1939. Gespielt wird das charmante und lebendige Stück, das die Konzertmatinée beschließt, von der Pianistin Michal Friedländer und Musikern der Staatskapelle. |


