Der Theatermacher |
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von Thomas Bernhard Bei den Salzburger Festspielen sorgte Thomas Bernhard für einen Skandal, weil die Notbeleuchtung eingeschaltet blieb, obwohl sein Stück Dunkelheit vorschrieb. Der Hang zur Selbstzerfleischung, die man dem österreichischen Enfant terrible nachsagte, ging jedoch nicht so weit, die Anekdote auf sich sitzen zu lassen. Bernhard schob die denkwürdige Episode seinem »Theatermacher« in die Schuhe: Bruscon, der im Gasthof zu Utzbach - verstärkt von seiner hustenden Frau, seinem unbegabten Sohn und der seinen Ansprüchen nicht genügenden Tochter - großes Theater spielen will! Parodistisch zugespitzt erleben wir den Kampf einer kunstfeindlichen Welt und eines Künstlers, der aufs Ganze geht; und wir bleiben mit der Frage zurück: Genügt der Glaube an die Schauspielkunst als einzige Existenzgrundlage? - Regisseur Günther Beelitz begeisterte Publikum und Kritik zuletzt mit seiner Inszenierung von Lutz Hübners »Blütenträume«. Regie: Günther Beelitz | Bühne und Kostüme: Susann Cholet | Dramaturgie: Ralf Meyer Galerie |


