Der Fischer und seine Frau |
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nach den Brüdern Grimm
Wenn man einfach kein Glück beim Angeln hat, weder Essen noch Geld da sind und zu allem Überfluss das Haus eher einem Pisspott gleicht, dann kann in einem schon mal der Wunsch aufkommen, ein Wunder möge geschehen. Und wenn man dann das Wunder in Form eines verwunschen Prinzen als Fisch an der Angel hat, haut einen das sicher so um, dass man ganz vergisst, das Glück auf die Probe zu stellen. Dem Fischer jedenfalls, dem ging es genauso. Hatte kein Angelglück, eine schlecht gelaunte Frau und eine heruntergekommene Hütte, bis er plötzlich diesen sprechenden Fisch aus dem Meer zieht... Und weil er sich nicht vorstellen konnte, etwas zu essen, das sprechen kann, ließ er das Wundertier frei und ging einmal mehr ohne Fang nach Hause. Als dann aber seine Frau erfuhr, was geschehen war, da war das Donnerwetter groß: „Da geschieht einmal im Leben ein Wunder und du lässt es laufen! Marsch zum Butt und ein Haus gewünscht!" Und der Fischer geht, auch wenn er eigentlich nicht will. Reimt ein wunderwirkendes Gedicht am Meer, der Fisch kommt tatsächlich zurück und ist nicht einmal sauer wegen des Wunsches. Als der Fischer zurück kommt zu seiner Frau, ist das neue Heim schon da. Super. Vielleicht aber waren die neuen Betten im neuen Haus zu gut. Denn gut geschlafen haben beide. Und geträumt. Und die Frau, die träumte von einem Palast. Und weil der Traum so schön war und der sprechende Fisch noch nicht vergessen, da schickte sie den Mann erneut los... Und eines ist gewiss. Die Träume hören nie auf und also die Wünsche auch nicht. Bis die gute Frau es irgendwann zu weit treibt. Einar Schleef hat aus dem Märchen der Gebrüder Grimm ein wunderbares Stück Mitmach-Theater gezaubert. Die Kinder erzählen, denken und gestalten mit. Heraus kommt eine turbulente Geschichte über Träume und Gier, über ein Wunder und einen Rückschlag. Regie: Oliver Lisewski GALERIE (Fotograf: Gert Kiermeyer) |



