neues theater

Der Kirschgarten

Premiere

von Anton Tschechow

© Falk Wenzel

»Schauspiel ganz puristisch und rein. Ganz ohne Chichi.«

»Zauber des Schauspiels in der reinsten Form…«

»Die 12 Schauspieler*innen sind die Inszenierung. Allen voran Elke Richter.«


(MDR Kultur, September 2022)

Der berühmte französische Schauspieler und Regisseur Jean-Louis Barrault fasste einst den Plot dieses über hundert Jahre alten und oft aufgeführten Theaterstücks wie folgt zusammen: »Erster Akt: Der Kirschgarten muss vielleicht verkauft werden. Zweiter Akt: Der Kirschgarten wird verkauft werden. Dritter Akt: Der Kirschgarten ist verkauft. Vierter Akt: Der Kirschgarten ist verkauft worden. Der Rest: Das Leben.« Besser lässt es sich kaum ausdrücken: Der russische Arzt und Autor Anton Tschechow füllt auch die letzte seiner tragischen Komödien – die ein halbes Jahr vor seinem Tod uraufgeführt wird – mit liebevoller Menschenkenntnis, theatralem Gespür und lakonischer Poesie. Die Kirschgartenbesitzerin, ihr Bruder, ihre Töchter, ein Nachbar, ein möglicher Kirschgartenkäufer, ein ewiger Student und ein paar Angestellte sehnen sich mit- und gegeneinander nach Glück, während die Zeit vergeht. »Du fragst: Was ist das Leben?«,
schreibt Tschechow kurz vor seinem Tod an seine Frau. »Genau so könnte man fragen: Was ist eine Möhre? Eine Möhre ist eine Möhre, und etwas anderes ist nicht bekannt.«

 

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