Aco Bišćević
© João Octávio Peixoto

Aco Bišćević

Gast

Eine echte Entdeckung ist der zunächst als Cembalist ausgebildete Tenor Aco Bišćević, der als Achilleus mit feiner eleganter Stimme alle Qualitäten eines Haute-Contre mitbringt, zugleich aber auch über einen dramatischen Aplomb verfügt, der deutlich – und wiederum festivalmottogemäß – aus der Gluck-Zeit heraus in romantische Zukunftswelten verweist, vielleicht in die des Dresdner Wagners. In seinen Spitzentönen jedenfalls ist Bišćević ganz »Held«. (Opera!, Mai 2026)

Aco Bišćević studierte Gesang und Cembalo an der Mozarteum University Salzburg.

Sein Operndebüt gab er am Teatro alla Scala. Seitdem gastiert er auf Opern- und Konzertbühnen in ganz Europa und Asien, darunter bei den Salzburger Festspiele, Maggio Musicale Fiorentino, Theater an der Wien, Festival della Valle d’Itria, Komische Oper Berlin, Gluck-Festspielen Bayreuth, Monteverdi Festival Cremona, Prinzregententheater, Trame Sonore Festival Mantua, Bach Festival Lausanne, Styriarte Graz.

Er arbeitete mit renommierten Dirigenten zusammen, darunter Gianluca Capuano, Reinhard Goebel, Michael Hofstetter, Nikolaus Harnoncourt, Gérard Korsten, Claudio Abbado, Václav Luks, Ingo Metzmacher, Federico Maria Sardelli, Vittorio Ghielmi und Jordi Savall.

Bišćević wirkte außerdem an der Einspielung der Oper Il Xerse von Cavalli beim Festival della Valle d’Itria mit, die auf DVD und CD bei Naxos erschienen ist.

Zusätzlich nahm er mit Michael Hofstetter bislang unveröffentlichte, hochvirtuose Kantaten für hohen Tenor von Carl Heinrich Graun gemeinsam mit dem Barockorchester der Thüringen Philharmonie auf. Die CD A Gentle Tenor wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.

»Als einer der wenigen Sänger pflegt er historische Aufführungspraktiken und begleitet sich in seinen Liederabenden selbst am Klavier.«