Staatskapelle

1. Kaffeekonzert

Mitglieder der Staatskapelle Halle

1. Kaffeekonzert

Sonntags, 11:00 Uhr | Operncafé

Die drei Wiener Klassiker Haydn, Mozart und Beethoven brachten nicht nur mit ihren unvergänglichen Werken die Musik auf ein bemerkenswert hohes Niveau an Schönheit und Ausdruckskraft, sondern hatten auch untereinander persönliche Bindungen.

Joseph Haydn und der 24 Jahre jüngere Wolfgang Amadeus Mozart lernten sich 1785 in Wien persönlich kennen und musizierten auch miteinander. Beide wurden Mitglied der Freimaurer. Mozart widmete Haydn sechs Streichquartette. Und Haydn sagte zu Mozarts Vater Leopold: »Vor Gott und als ehrlicher Mann sage ich Ihnen, dass Ihr Sohn der größte Komponist ist, den ich kenne.«

1787 reiste der 16-jährige Beethoven das erste Mal nach Wien. Ob er dort auch Mozart begegnete, ist nicht erwiesen – aber sehr wahrscheinlich, denn er äußerte sich später über Mozarts Klavierspiel, das er als »fein, aber abgehackt« bezeichnete.

Der knapp 22-jährige Ludwig van Beethoven übersiedelte im November 1792 von Bonn nach Wien. Mozart war ein Jahr vorher gestorben, und Beethoven wurde Kompositionsschüler von Haydn, der ihn auf der Durchreise von seiner ersten England-Tournee dazu eingeladen hatte. Als quasi »Gesellenstück« des Unterrichts bei Haydn vollendete Beethoven ein Jahr später seine ersten drei Klaviertrios, die als sein opus 1 veröffentlicht wurden und im Beisein Haydns beim Fürsten Lichnowsky uraufgeführt wurden. Haydn selbst komponierte sein letztes Klaviertrio während seiner zweiten England-Reise 1794/95. Es ist reizvoll, Haydns letztes und Beethovens erstes Klaviertrio – zur gleichen Zeit entstanden – in einem Konzert gegenüberzustellen. Der Hörer erlebt so die stilistische Bandbreite und auch musikalische Verschiedenheit beider miteinander verbundener Komponisten.

 

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