VolkseigenTon

VolkseigenTon
  • 1h 15 min, keine Pause

Hatte die DDR einen eigenen Ton? Wie politisch können musikalische Kompositionen sein? Welches Bild zeichnet die Lyrik, welche Ideale spiegeln sich darin, welche Zukunftsvisionen leuchten auf?

Pianistin Ragna Schirmer, Schlagzeuger Matthias Daneck und Schauspieler, Regisseur und Autor Axel Ranisch zeigen in Wort und Musik, wie Kunst im Unrechtsstaat einerseits zum Instrument der Macht wurde und andererseits – oft heimlich – zum Mittel stiller Kritik.

Bekannte Namen wie Paul Dessau, Friedrich Goldmann, Bertolt Brecht, Thomas Brasch, Sarah Kirsch und Eva Strittmatter treffen auf bislang kaum Gehörtes. Die Gegenüberstellung von persönlichen Momentaufnahmen und offiziellen Parolen, von avantgardistischen Klängen und angepassten Melodien macht deutlich, wie Künstlerinnen und Künstler zwischen Regimetreue und Widerstand navigierten. Ihre Werke stellen verschlüsselte Fragen nach Wahrheit, Freiheit und individueller Würde.

Das Programm sensibilisiert für die politische Dimension künstlerischer Äußerung, zeigt auf, wie im Spannungsfeld von Anpassung und heimlicher Kritik Dissidenz entsteht und konforme Kunst gleichzeitig die zersetzende Macht von Unrechtsstaaten offenbart. Ein streitbarer Blick auf das Ringen zwischen Unterordnung und Aufbegehren von 1949 bis 1990 und eine Aufforderung, angesichts heutiger Krisen die Rolle von Kunst in der Gesellschaft zu reflektieren.

Besetzung

Termine