neues theater

Lebzeitgäste

Komödie von Line Knutzon | aus dem Dänischen von Mille Maria Dalsgaard | 14+

© Falk Wenzel
  • 14+

Dauer: 2 Stunden 5 Minuten, eine Pause

von Line Knutzon
Premiere: 23.02.2024

»Zwei Seelen wohnen in mancher Brust, hier sind es sogar noch einige mehr, die auf lustigen Trampolins hopsen, sitzen oder lümmeln.« Mitteldeutsche Zeitung

»Für ihre Inszenierung setzt Dalsgaard ganz auf die Pointen und wählt dafür auch einen körperlichen Ansatz: die Figuren auf der Bühne haben sehr klare Haltungen und Persönlichkeiten.«
Die Deutsche Bühne

»Mal wild, mal wippend ... Dann wird dem Zuschauenden klar, dass sich all das auch im eigenen Gehirn abspielt.« MDR Kultur

Argh, da sind sie! Die herausfordernden und fordernden Lebzeitgäste. Ein Stimmenwirrwarr von mehr oder weniger relevanten Gesichtspunkten. Uneingeladene Haltungen zu jeder Lebenslage vom verstopften Abfluss über den Berliner Wohnungsmarkt zum peinlich-schlecht erzählten Witz – sprunghaft, schnell, manisch, panisch, komisch. Und jetzt denkt irgendwer wieder an den Tod! Alltägliches Lebens-Meistern eskaliert dabei schnell zu existentiellen Großproblemen für das eigene Ich, trotz wohlwollender basisdemokratischer Ansätze und Konsensversuchen der Beteiligten, wirkt kollektives Verdrängen einfach schneller und effizienter. – Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Aus dem eigenen Kopf?
Vielleicht ist das mehrschichtige Wunderstück der dänischen Erfolgsautorin Line Knutzon, geboren 1965, eine Komödie, manchmal auch eine Farce oder gar eine zeitgenössische Tragödie; auf jeden Fall ist “Livstidsgæsterne“ hoch aktuell. Wie ein Seismograph erzählt es vom Heute, von Menschen im Dauer-Selbst-Krisen-Karussell zwischen globaler Gesellschaft und persönlichem Schicksal. Die Figuren sind allesamt Wiedergänger von Figuren des Absurden Theaters, wie wir sie bei Samuel Beckett und Alfred Jarry lieben gelernt haben. Anders als in deren Dramen stehen sie aber nicht still, sondern stellen sich ihren Ängsten, Bedürfnissen und auch ihrer Zukunft, deren Glück im Zusammensein liegt – oder etwa doch nicht? Mist, schon wieder zu viel gedacht.
 

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