Anke Berndt
Anke Berndt
Die Oper

Anke Berndt

Sopran

An der Oper Halle seit 1990/91, seit 2021 Kammersängerin

2021/22 fügte die in Oschersleben geborene Sopranistin ihrem umfangreichen Repertoire die atemberaubend anspruchsvolle Partie der Tochter des Indra in Aribert Reimanns »Traumspiel« hinzu. Zuvor war sie an der Oper Halle als Bianca in Tobias Kratzers Inszenierung der »Florentinischen Tragödie« von Alexander von Zemlinsky zu erleben, für deren »furchtlose Darstellung« sie als »Sängerin des Jahres« in der internationalen Kritikerumfrage der Fachzeitschrift »Opernwelt« nominiert wurde. Weitere Partien der Intendanz Florian Lutz waren die Titelrollen in Beethovens »Fidelio«, Dvoráks »Rusalka«, Strauss‘ »Ariadne auf Naxos« sowie die Senta in der Eröffnungsproduktion »Der fliegende Holländer« in der Raumbühne.

Unter Axel Köhler erarbeitete sich die Sopranistin Alban Bergs »Lulu«, mit der sie auch in Augsburg und am »Fitzcarraldo«-Opernhaus im brasilianischen Manaus gastierte. Ihre Interpretation wurde von der brasilianischen Kritik zum Ereignis des Jahres gewählt. Das Hallenser Publikum konnte sie außerdem als Strauss‘ »Arabella«, Sekles‘ »Shahrazade«, Kálmáns »Gräfin Mariza«, Malwina in Marschners »Vampyr«, Eva in den »Meistersingern«, Freia, Sieglinde, Gutrune und 3. Norn im »Ring des Nibelungen« sowie Katja Hartinger in Christian Josts »Die arabische Nacht« bewundern. Ihr komisches Talent spielte Anke Berndt nicht nur in vielen Operetten-Partien, sondern auch als Gottliebchen in Detlev Glanerts Komischer Oper »Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung« aus. Die Produktion wurde 2006 mit dem Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnet und fand überregionale Beachtung. Am Goethe-Theater Bad Lauchstädt sang sie unter der Regie von Igor Folwill die 1. Dame in Goethes und Christian August Vulpius’ Weimarer Fassung der »Zauberflöte« mit dem Orchester L’arte del mondo unter Werner Ehrhardt.

Anke Berndt studierte an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig und wird gesangstechnisch von Kammersängerin Irmgard Boas betreut. Im Oktober 2021 wurde ihr von der Stadt Halle in Anerkennung ihrer künstlerischen Leistungen der Titel Kammersängerin verliehen.