Teaa An
© Seungho Lee

Teaa An

Gast

Die lyrische Mezzosopranistin Teaa An stammt aus Südkorea. Ihre musikalische Laufbahn begann früh im Kinderchor des Korean Broadcasting Systems, wo sie im Alter von zehn Jahren erste Bühnenerfahrungen sammelte. Nach dem Besuch der Musikschule in Incheon nahm sie 2009 ihr Gesangsstudium an der Korea National University of Arts in Seoul auf.

Bereits während des Studiums trat sie regelmäßig öffentlich auf und debütierte im Opernhaus des Seoul Arts Center als Despina in Così fan tutte. Neben Opernproduktionen gestaltete sie verschiedene Liederabende und erweiterte ihr Konzertrepertoire.

Von 2015 bis 2020 setzte sie ihre Ausbildung an der Carl Maria von Weber Musikhochschule Dresden fort, wo sie ihr Masterstudium sowie die Meisterklasse im Fach Operngesang absolvierte. Parallel dazu war sie auf deutschen Bühnen zu erleben, darunter an der Semperoper Dresden, am Mittelsächsischen Theater Freiberg sowie an der Staatsoperette Dresden.

An ist Preisträgerin des 53. Internationalen Antonín-Dvořák-Gesangswettbewerbs (2018) und der Mirjam Helin Singing Competition (2019). Zudem erhielt sie 2020 den Förderpreis des Tiroler Sängerpreises, verliehen von Eva Lind.

Ihre Konzerttätigkeit führte sie unter anderem zum Sommerfestival 2021 der Junge-Musiker-Stiftung in Mülheim an der Ruhr, wo sie mit dem jungen Tonkünstler-Orchester in »Carmen« von Bizet sowie in »Nuits d’été« von Berlioz zu hören war. 2022 wurde sie vom Tongyeong International Music Festival als Gastsolistin eingeladen und sang Haydns Nelson-Messe unter der Leitung von Markus Stenz. 2024 gab sie in den USA ein Recital mit Werken von Rossini, Spohr und Mozart. Beim July Festival 2025 in Korea sang sie Lieder von Igor Strawinsky sowie den Mezzosopran-Solopart in Verdis »Requiem«.

In den folgenden Jahren war sie in unterschiedlichen Opernproduktionen im In- und Ausland zu hören. 2023 sang sie das Blumenmädchen in »Parsifal« im Goetheanum in der Schweiz sowie die Dorabella in »Così fan tutte« in ihrer Heimat. Es folgten die Titelpartie des Octavian in »Der Rosenkavalier« von Richard Strauss, aufgeführt als Eröffnungsproduktion des Daegu Opera Festivals, sowie die Partie der Flora in Verdis »La Traviata« in Seoul.

In der Spielzeit 2025/2026 übernimmt sie die Rolle der Cloacina und singt die Partie der Juno in Offenbachs »Orpheus in der Unterwelt« an der Oper Halle.

Wichtige prägende Impulse erhielt sie in Meisterkursen, darunter bei Jennifer Larmore, KS Edda Moser, KS Marga Schiml, Daniela Sindram, KS Olaf Bär und KS Roman Trekel, sowie bei den Pianisten Peter Berne, Axel Bauni, Oliver Pohl und Helmut Deutsch.