Vanessa Waldhart wurde in der »Opernwelt« als Nachwuchskünstlerin nominiert (Dorinda in »Orlando« bei den Händelfestspielen Halle) und erhielt beim 9. »Concorso Lirico Internazionale Portofino« den EVA KLEINITZ-PREIS von Dominique Meyer.
Die junge österreichische Koloratursopranistin sang bereits während ihres Studiums in der Inszenierung von Anthony Pilavachi die Blonde in Mozarts »Entführung aus dem Serail« an der Schlossoper Haldenstein (Schweiz), sowie Zerlina in »Don Giovanni«, Nannetta in Verdis »Falstaff«, Asteria in Händels »Tamerlano« und Ermione in »Oreste« am Schlosstheater Schönbrunn (Wien). Ihr erstes Festengagement erhielt sie an der Oper Halle, wo sie als Bastienne in Tobias Kratzers Inszenierung von Mozarts «Bastien und Bastienne» debütierte. Weitere Partien waren hier seither u.a. Königin der Nacht in Mozarts »Zauberflöte«, Olympia in Offenbachs »Hoffmanns Erzählungen« und Eurydike in »Orpheus in der Unterwelt«, Musetta in Puccinis »La Bohème«, Rosina in Rossinis »Barbiere di Sivgilia«, Adele in Strauß' »Fledermaus«, Oscar in Verdis »Un ballo in maschera« und Tytania in Brittens »Sommernachtstraum«, sowie Susanna in Mozarts »Die Hochzeit des Figaro« und Ännchen in Webers »Der Freischütz« am Goethe-Theater Bad Lauchstädt. Bei den Händelfestspielen Halle war sie als Cleopatra in Peter Konwitschnys Inszenierung von »Julius Cäsar in Ägypten«, Agilea in Martin G. Bergers Inszenierung von »Teseo«, Tochter Zion in Walter Sutcliffes Inszenierung der »Brockes Passion«, Atalanta in Louisa Proskes Inszenierung von »Serse«, Dorinda in »Orlando«, als Poppea in »Agrippina«, sowie als Armida in »Rinaldo« zu erleben.
Als Königin der Nacht gastierte sie bei Edda Mosers »Festspiel der Deutschen Sprache« am Goethe-Theater Bad Lauchstädt, am Schlosstheater Schönbrunn Wien, am Nationaltheater Sarajevo, am Theater Chemnitz und am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Am Aalto-Theater Essen sang sie 2022/23 die Fiakermilli in Strauss‘ »Arabella«, gab 2022 ihr Rollendebüt als Konstanze in Mozarts »Entführung aus dem Serail« an der Kammeroper Schloss Rheinsberg, gastierte 2024 als Vitella in Glucks »La clemenza di Tito« bei den Gluck Festspielen im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth und gab ihr erfolgreiches UK-Debüt als Drusilla und Amore in Monteverdis »L'incoronazione di Poppea« beim Grange Festival in England. 2025 war sie als Polyxena im gleichnamigen Monodram von Schweitzer beim Ekhof-Festival mit dem Barockorchester der Thüringen Philharmonie, 2026 in Beethovens 9. Sinfonie in Gotha und Erlangen, in Carmina Burana in Innsbruck, sowie als Amore in Glucks »Paride ed Elena« bei den Gluck Festspielen in Bayreuth und Fürth, sowie dem Mozartfest Augsburg zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin zu erleben. Am Nationaltheater Brno sprang sie als Poppea (»Agrippina« in einer Inszenierung von Martin Glaser) mit dem Collegium 1704 unter Václav Luks ein (ARTE Aufzeichnung).
In der neuen Spielzeit gibt Vanessa ihr Rollendebüt als Gilda in der Wiederaufnahme von Verdis »Rigoletto«, singt die Susanna in Walter Sutcliffes Inszenierung von Mozarts »Le nozze di Figaro«, erstmals die Ottilie in der Neuproduktion von »Im weißen Rössl«, die Gretel in »Hänsel und Gretel«, singt die Rollen von Drusilla und Amore in Monteverdis »L’incoronazione di Poppea« und übernimmt bei den Händelfestspielen Halle die Sopranpartien in einer szenischen Fassung von «Solomon» (Inszenierung Nicola Raab, musikalische Leitung Dani Espasa).
Weiters wird sie bei den Händelfestspielen Halle erneut als Armida (Rinaldo), sowie an der Oper Halle als Königin der Nacht (Die Zauberflöte) und Comtesse Stasi (Csárdásfürstin) zu erleben sein und darüberhinaus beim Ekhof-Festival mit der Thüringen Philharmonie unter Michael Hofstetter als Julie in Bendas »Romeo und Julie« gastieren.
Vanessa arbeitete mit Dirigenten wie René Jacobs, Attilio Cremonesi, Ariane Matiakh, Michael Hofstetter, Laurence Cummings, Václav Luks, Christian Curnyn, Tomáš Netopil, David Bates, Philippe Bach, Michael Francis, Werner Erhardt, Alessandro Bonato, Matthias Foremny, Fabrice Bollon, Andreas Wolf, Michael Wendeberg, Proinnsias O’Duinn, Nicola Valentini, Guido Mancusi, Peter Marschik, Christoph-Mathias Mueller, Peter Christian Feigel and José Miguel Esandi sowie mit Regisseuren wie Tobias Kratzer, Anthony Pilavachi, Peter Konwitschny, Isabel Ostermann, Martin G. Berger, Ben Baur, Leonard Prinsloo, Beverly Blankenship, Igor Folwill, Patric Seibert, Georg Quander, Walter Sutcliffe, Katharina Kastening und Louisa Proske zusammen.
Im Lied- und Konzertbereich gastiere Vanessa in Carl Orffs «Carmina Burana» im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, beim Grachtenfestival Amsterdam sowie in Innsbruck (Tirol). Sie gab einen Liederabend im Wiener Konzerthaus und sang als Sopransolistin in Pergolesis «Stabat mater», Händels «Messiah», «Il delirio amoroso», «Apollo e Dafne», «Brockes Passion», Bachs «Magnificat in D-Dur» und «Weihnachtsoratorium», Schweitzers «Polyxena», Mozarts «Exsultate Jubilate» und «Requiem», als Eva in Haydns «Die Schöpfung», Saint-Saëns »Oratorio de Noël«, in Mahlers 4. Sinfonie und Beethovens 9. Sinfonie in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz.
Vanessa ist Finalistin des 9. Int. Renata Tebaldi-Wettbewerbs in San Marino, erhielt den 1. Preis (2. Sektion) beim 21. Int. Ferruccio Tagliavini-Gesangswettbewerb und gewann den „Dame Joan Sutherland – Prize“ als beste Sopranistin des gesamten Wettbewerbs. Sie ist 1. Preisträgerin beim Wettbewerb „Musica Juventutis“, Preisträgerin des Gesangswettbewerbs der „Schlossoper Haldenstein“ 2017, Gold Prize-Winner des „Manhattan Int. Music Competition, Voice“ 2018, Preisträgerin der „Kammeroper Schloss Rheinsberg“ 2022 und war Finalistin beim „Online Vocal Competition“ 2021 (Opera Tools). Darüberhinaus gewann sie Stipendien der Fohn-, Feeling- und Tokyo-Foundation.
Vanessa begann ihr Studium während ihrer Schulzeit am Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck und schloss ihren Bachelor und Master an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien mit Auszeichnung ab. Meisterkurse führten sie zu Christa Ludwig, Krassimira Stoyanova, Brigitte Fassbaender, Margreet Honig und Edita Gruberová. Sie arbeitete mit KS Romelia Lichtenstein und wird derzeit von Nelly Miricioiu stimmlich betreut.