Alice im Wunderland
Alice im Wunderland
Ein weltweit bewunderter und viel geehrter Puppenspieler, auf den sich ungezählte Talente berufen, von denen inzwischen viele selbst nicht mehr zum Nachwuchs gehören, geht in den Ruhestand. Lars Frank, weitgereister Professor für Puppenspiel und stilprägender Meister seiner Kunst, seit 1995 festes Ensemblemitglied, verabschiedet sich mit einer letzten großen Rolle in der Inszenierung eines Regisseurs, den er sich dafür gewünscht hat.
Regisseur Moritz Sostmann schreibt: »Die reale Welt erscheint manchen Zeitgenossen als nicht ausreichend. Lars Frank ist einer von ihnen, eine Alice im flatternden Sommerkleidchen. Schauen wir ihm zu, wie er sich, unterstützt vom Ensemble, als eine altgewordene, junggebliebene, nicht immer gut gelaunte, aber wohlerzogene und widerständige Alice durch die rätselhafte Wahrheit hinter der Wirklichkeit im Kaninchenbau gräbt – und sich dabei ganz selbstverständlich mit Katzen, Eiern, Kaninchen, Gräfinnen und Spielkarten unterhält, immer darauf bedacht, dass es eine Logik, aber keinen Sinn haben darf!« Was ist glaublich? Erfinden wir eine Wirklichkeit – und wird sie real, wenn wir an sie glauben? Hat unsere Phantasie die größere Kraft? Woran glaubst Du?