Thalia Theater

Opferpopp 2.0 - Ein Requiem ERINNERN ist Heimat: Kapitel II

Premiere

Auftakt der Theaterreihe zur jüngeren Zeitgeschichte

Motiv Spielzeitheft 2025/26
© Martin Patze
  • 1h 10 min, keine Pause

Opferpopp 2.0 - Ein Requiem

ERINNERN ist Heimat: Kapitel II

Premiere: 05.03.2026, 20:15 Uhr | nt-Schaufenster I 14+

Die Stadt Halle lebt durch und mit dem Engagement und dem Nicht-Vergessen der Menschen in ihr. Das Theater macht sie sichtbar: In dieser Reihe arbeiten professionelle Theaterschaffende und Expert*innen zusammen an einem Stück Heimat – auch Wunden und Fragen haben dabei ihren Platz.

Anfang März 2026 wird das nt‑Schaufenster für das Thalia Theater und Gäste ab 14 Jahren zum »Klubhaus Kluth«. Die begehbare Theaterinstallation »Opferpopp 2.0 – Ein Requiem“ schafft an 12 Abenden ein »Denkmal für die Unterschlagenen«. 2007 erzählten sogenannte »Problemkinder« am Thalia Theater Halle von Gewalt, Vernachlässigung und ihrer Wut auf Eltern, Stadt und Gegenwart. Zwanzig Jahre später suchen Regisseur Mirko Borscht und Videokünstler Hannes Hesse nach ihren Spuren und fragen, was aus ihnen geworden ist.

Im »Klubhaus Kluth« wird das Publikum selbst Teil des Abends: durchstreift den Raum, hört Musik, tanzt, klickt sich durch eine Datenbank, schaut Performances, quatscht an der Bar und taucht in die Welt der Nacht ein. Jeder Abend öffnet Erinnerungen, Lebenswege und Zukunftsbilder – so vielschichtig wie Halle selbst. Ein Mix aus Happening, Beichte, Detektivarbeit und Andacht, gestaltet von Kay und Jenny, Mirko und Katrin, Hannes und dir. Gewidmet denen, die fehlen – besonders Alex, einem Protagonisten von 2007, der letztes Jahr starb.

Zwischen dem 5.3. und 22.3. hat jeder Abend ein eigenes Thema und scheut keine Zuspitzung: »Problemkinder«, Gewalterfahrungen, »der letzte Nazi, das Ausländerliebchen, das genagelte Elternteil, die Gebärmaschine« – Klischees und Vorurteile werden künstlerisch offengelegt. »Opferpopp 2.0« schaut hin, untersucht, erzählt und macht am Ende auch Hoffnung. Ein vielschichtiges Zeitbild, das die nächste Generation ermutigt, darüber zu sprechen, was es heißt, heute jung zu sein.

Regie und Konzept: Mirko Borscht

Ausstattung/Sound/Video: Hannes Hesse

Mit: Kay, Jenny und Gästen

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