Solomon
Solomon
Ein Herrscher, der klug, weise und gerecht ist – ein Machthaber, der seine Macht nicht durch äußere Feinde und Krieg festigt. Kann es das über längere Zeit geben? Gab es das je? Georg Friedrich Händel widmete sein spätes Oratorium »Solomon« genau diesem Ideal. Stationen aus dem Leben des Königs Solomon werden in musikalischen Bildern wiedergegeben und fügen sich zu einer Er - zählung von Frieden, Reichtum und Überfluss: Die festliche Einweihung seines Tempels, das berühmte Urteil im Streit um einen Säugling, der Besuch der Königin von Saba. Prachtvolle Doppelchöre und ein erweitertes Orchester sorgen dafür, dass die Herrlichkeit seines Reichs direkt spürbar wird.
Mit Blick auf die Gegenwart fragen sich Regisseurin Nicola Raab und ihr Team, was sich hinter Erzählungen eines »goldenen Zeitalters« verbirgt. Was ist das eigentliche Narrativ, das hier aufgestellt wird? In wessen Interesse geschieht das? Und was bleibt am Ende erhalten – die Wahrheit, oder die besser erzählte Geschichte?