5. Pavillonkonzert
Staatskapelle Halle
5. Pavillonkonzert
Ein festlich gedeckter Saal, runde Tische mit bester Sicht auf Orchester und Sänger*innen, dazu frisch gebrühter Kaffee und köstlicher Kuchen: Die Pavillonkonzerte laden auch in dieser Spielzeit zu einem besonderen Musikerlebnis ein. Freuen Sie sich auf beschwingte Walzer, nordische Klangfarben, frühlingshafte Melodien und den Zauber der Operette – charmant, unterhaltsam und immer stimmungsvoll. Ein musikalischer Nachmittag für Genießer*innen!
Die Operette (»Kleine Oper«) hatte seit Mitte des 19. Jh. in den Industriegesellschaften Europas bis an die Schwelle des Tonfilms etwa nach dem Ersten Weltkrieg ihre »große Zeit«. In parodistisch heiterer Identifikation mit den dargestellten Figuren und Verhältnissen, oft gewürzt mit einem Schuss Sozialkritik, boten Operetten ihrem Publikum mit schönen, eingängigen Melodien und beschwingten, zündenden Rhythmen, vorgetragen im Wechsel mit gesprochenen Dialogen, einen entspannenden Ausgleich zu den Forderungen seines Arbeitsalltags. Diesen Alltag hinter sich lassen, ihm für einen Moment entfliehen zu können, bestimmte die Erwartungshaltung vieler Menschen gegenüber der lange Zeit wichtigsten Gattung des unterhaltenden Musiktheaters – eine Erwartungshaltung, der von erstrangigen Komponisten mit bis heute erfolgreichen Werken entsprochen wurde. Mit Walzer-, Tango- und Foxtrottmelodien »im Ohr« verließ ihr Publikum Operettenaufführungen, meist in der Erkenntnis, dass menschliche Glücksgefühle, Sehnsüchte, Probleme und Konflikte an allen Orten der Welt und innerhalb aller sozialer Milieus ähnliche sind und sich nicht nur Bühnenfiguren an ihrer Bewältigung zu bewähren haben. Davon, dass dies zu Musik von Johann Strauß (Sohn, 1825–1899), Franz Lehàr (1870–1948), Emmerich Kálmán (1882–1953) und Eduard Künneke (1885–1953) besser gelingt, möchte Sie die Staatskapelle in ihrem 5. Pavillonkonzert der laufenden Saison überzeugen. Und dementsprechend ist es Musik dieser Komponisten, die KS Romelia Lichtenstein, Sopran, und Chulhyun Kim, Tenor, als Solisten, und die Staatskapelle unter Leitung von Andreas Wolf ihrem Publikum präsentieren werden. Auf ihren Unterhaltungswert hin angelegt, lösen Operettenmelodien auch die größten Konflikte auf und begeistern ihr Publikum, das ihren Schöpfern bis heute gern und bereitwillig folgt: ins Zauberland der Operette. Als sachkundigen Reiseführer erleben sie Axel Thielmann, der die Moderation des 5. Pavillonkonzerts übernommen hat.
Sollten Sie bereits ein Ticket für dieses Konzert mit einem anderen Datum erworben haben, ändern Sie bitte einfach das Datum auf Ihrem Ticket. Die Tickets behalten ihr Gültigkeit.
Besetzung
- Dirigent Andreas Wolf
- Orchester Staatskapelle Halle
- Sopran Ks. Romelia Lichtenstein
- Tenor Chulhyun Kim
- Moderation Axel Thielmann
Programm
- Johann Strauss aus »Der Zigeunerbaron«: Ouvertüre
- Franz Lehár aus »Das Land des Lächelns«: Nr. 11 »Dein ist mein ganzes Herz«
- Franz Lehár aus »Das Land des Lächelns«: Nr. 8 »Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt«
- Eduard Künneke aus »Der Vetter aus Dingsda« op. 13: Großes Potpourri
- Emmerich Kalmán aus »Gräfin Mariza«: »Höre ich Zigeunergeigen«
- Franz Lehár aus »Die Lustige Witwe«: Nr. 4 Auftrittslied Danilo »O Vaterland...«
- Franz Lehár aus »Paganini«: Melodie für Solovioline
- Franz Lehár aus »Die Lustige Witwe«: Vilja-Lied »Es lebt' eine Vilja«
- Johann Strauss "Künstlerleben" Walzer op. 316
- Johann Strauss aus »Der Zigeunerbaron«: Nr. 11 Duett »Wer uns getraut«
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