Sandra Bringer wurde in Schönebeck an der Elbe geboren. Sie studierte in Leipzig Theaterwissenschaft und Journalistik. Auslandsaufenthalte führten sie in die USA und nach Russland.
Nach sechs Jahren in der Freien Theaterszene Leipzigs, u. a. am LOFFT, Zwischenstopps am Schauspiel Chemnitz und dem Staatstheater Hannover war sie sechs Jahre als Dramaturgin an der Württembergischen Landesbühne Esslingen tätig. Zusammenarbeit mit den Regisseur*innen Sandrine Hutinet, Manuel Soubeyrand, Marie Bues, Jan Neumann, Katharina Winkler, Niko Eleftheriadis, Heiner Kondschak, Matthias Thieme, Siegfried Bühr und Nora Bussenius. Jurymitglied des Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreises 2012 und 2014. Erste interdisziplinäre Arbeiten zwischen Schauspiel und Figurentheater (2010 »Die unendliche Geschichte« nach Ende, Regie: Marco Süß; »Peer Gynt« nach Ibsen 2014, Regie: Thomas Krupa) und Schauspiel & Choreografie (2014 »Nathan! Nathan!! Nathan!!!« Stadt Esslingen, Villa Merkel, Regie: Sabrina Glas).
Seit 2016 verbindet sie eine feste Zusammenarbeit mit der Figurenspielerin Julia Raab in Halle an der Saale. Fünf Stückentwicklungen entstanden bisher in unterschiedlichen Teams, die die Möglichkeiten des Figurentheaters auch in Bereichen wie politischer Bildung und oder psychischer Gesundheit ausloten. »Taschen« befasste sich mit Migration und Heimatlosigkeit, »Der schwarze Hund« mit der Volkskrankheit Depression. Beide Produktionen wurden vom Fonds Darstellende Künste e.V. im Förderprogramm aufgenommen. Zuletzt führte sie eine Tournee mit dem Klassenzimmerstück »Im Frühling hat man keine Lust zu sterben!« über die Justiz im Nationalsozialismus mit dem Fokus auf drei im Gefängnis Roter Ochse hingerichtete Frauen durch viele Klassenzimmer Sachen-Anhalts. Diese Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung, der Gedenkstätte »Roter Ochse« und Landeszentrale für politische Bildung wird fortgesetzt mit der Stückentwicklung »Seid bereit – immer bereit? Jung sein in der DDR«.
Am neuen theater Halle gastierte Sandra Bringer bereits als Dramaturgin für Friedrich Schiller »Kabale und Liebe« (Regie: Ronny Jakubaschk) und Henrik Ibsen »Gespenster« (Regie: Nico Eleftheriadis).