Toni Burghard Friedrich wurde 1990 in Zittau geboren und wuchs im Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland auf.
Seine Regietätigkeit begann mit Arbeiten für Schul- und Laienensembles. In dieser Zeit entstanden erste Inszenierungen wie »Im weißen Rössl«, »Faust I«, »Der Ring des Nibelungen«, »Romeo und Julia« und »Das Gespenst von Canterville«. Schon während seines Studiums schrieb er zudem Theatertexte für zahlreiche Laienensembles.
2012 gab er im Musiktheaterkollektiv szene12 mit Mozarts »Apollo et Hyacinthus« im Labortheater Dresden sein Regiedebüt im Musiktheater. Es folgten Inszenierungen von Haydns »Il mondo della luna« und Mozarts »Così fan tutte«. Später entstanden im Zentralwerk Dresden unter anderem »La Bohème« und »Don Giovanni«. 2021 wirkte er dort zudem dramaturgisch an Dvořáks »Rusalka« mit.
Am Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau inszenierte er 2017 »Seite Eins«. Im selben Jahr war er Mitautor des Kinderbuches »Warum bei uns kein Elefant von der Decke hängt«, das spielerisch von Geschichte und Theaterbetrieb an der Semperoper Dresden erzählt. 2018 folgten in Zittau das trilinguale Musiktheaterstück »Mit dem Berggeist um die Welt« sowie David Mamets »Oleanna«, die von der Fachzeitschrift Theater der Zeit als »bereits in Form und Besetzung bemerkenswert« bezeichnet wurde. Am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz entstanden zudem das Musical »Come on Comet« und 2020 die Kammerrevue »Dinner für Vier«, bei der Toni Burghard Friedrich erstmals als Autor, Regisseur und Ausstatter arbeitete. Die Hauptrolle übernahm Angelika Mann. Im selben Jahr schrieb er außerdem das Drehbuch zur ersten Folge von »01067 Dresden – die Operettensitcom« an der Staatsoperette Dresden.
Von 2018 bis 2023 war Toni Burghard Friedrich an der Staatsoperette Dresden als Abendspielleiter und Regieassistent tätig. Dort inszenierte er unter anderem im Rahmen des Operettenspaziergangs »Ich habe noch einen Koffer in …«, 2021 »Im weißen Rössl« sowie 2022 »Ein bisschen Horror und ein bisschen Sex«. Gemeinsam mit Ingeborg Schöpf entwickelte er den Soloabend »Liebesbriefe an Lehár«, an dem er als Co-Autor und Regisseur mitwirkte.
Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr an der Semperoper Dresden studierte er Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien, unter anderem bei Ioan Holender und Dominique Meyer. Als Regisseur, Autor, Dramaturg und Moderator arbeitete er darüber hinaus unter anderem an der Staatsoperette Dresden, am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, am Labortheater Dresden, am Theater Zittau und an der Semperoper Dresden. Als Assistent begleitete er Arbeiten von Axel Köhler, Andreas Gergen, Matthias Reichwald, Valentin Schwarz, Kathrin Kondaurow, Noa Naamat und Dorothy Szalma.
Von 2023 bis 2025 war Toni Burghard Friedrich Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros an der Oper Halle. Zur Spielzeit 2025/2026 wechselte er dort in die Position des Stellvertretenden Intendanten und Dramaturgen. In der Dramaturgie betreut er unter anderem Nele Lindemanns Inszenierung »Das Spielwerk und die Prinzessin«, Walter Sutcliffes Produktionen »Carmen« und »Rinaldo« sowie Ben Baurs »Die Csárdásfürstin«. 2025 feierte an der Oper Halle zudem sein Stück »Aber bitte mit… Lehár« Premiere, das er selbst inszenierte und das mit Kammersängerin Romelia Lichtenstein in der Hauptrolle zu sehen war.
Auch als Moderator ist Toni Burghard Friedrich regelmäßig zu sehen. Er war unter anderem Gastmoderator der Reihe »Semper Bar« an der Semperoper Dresden und moderierte von 2019 bis 2023 die Reihe »Late Night Mitte« im Foyer des Kraftwerk Mitte, die seit 2020 auch digital zu sehen war. Seit 2023 moderiert er an der Oper Halle Formate wie »Nachtcafé«, »Töne und Texte« sowie die Pavillonkonzerte der Staatskapelle Halle im Steintor Varieté. Darüber hinaus moderierte er zahlreiche Großveranstaltungen, darunter das Kulturspektakel der Bühnen Halle mit 23.500 Zuschauerinnen und Zuschauern, das Weihnachts(mit)singen im Eisdom mit 3.200 Zuschauerinnen und Zuschauern sowie »Halle nach Acht« auf dem Marktplatz mit rund 1.000 Besucherinnen und Besuchern. Zudem gehört er zur Festivalleitung des Kulturspektakels.