Puppentheater

Die Farm der Tiere

Die Farm der Tiere

Old Major hat einen Traum: Die Bewohner*innen könnten das Joch der Unterdrückung abschütteln und Bauer Jones zum Teufel jagen! Animismus – heißt das Zauberwort, eine geheime Lehre, nach der die Tiere frei und in Würde mitein - ander leben sollen. Old Major stirbt, Napoleon übernimmt, auch er ein stattlicher Eber, und unter seiner Führung wird die Farm menschenleer und zur Farm der Tiere. Ein Traum wird Wirklichkeit! Gleichheit sichert allen das gleiche Leben! Alle arbeiten, alle essen! Die Schweine überneh - men die Leitung und Planung, und da beginnen Unrecht und Korruption wieder. Mählich verdirbt die Utopie am allzu menschlichen Charakter der Schweine.

George Orwell stammte aus gutem Hause, zerbrach fast am Elend der Welt, suchte es zu lindern und zu beenden, wurde Trotzkist und Spanienkämpfer, bevor er sich ent - täuscht von der jungen Sowjetunion unter Stalin abwandte und zwei Dystopien schrieb, die Weltbestseller wurden. Erst die Harry-Potter-Reihe von J. K. Rowling löste George Orwells Bücher als Spitzenreiter der weltweit am meisten verkauften Bücher aus Großbritannien ab.

Fast wie in einem Prozess vor Gericht will Regisseurin Claudia Luise Bose die Farm der Tiere befragen: Wo ist der Punkt, an dem das Märchen zum Albtraum wird? Wie lange hält man fest und verschließt dabei die Augen? Wann hört der eigene Wille auf? Und die Müdigkeit beginnt? Macht Charakter oder die Zeit den Menschen? Glaubst Du, Dein Glauben ist nur Illusion?