Ein Bild von mir (Cybergrooming)
Klassenzimmerstück von Juliane Hendes | 12+
Ein Bild von mir (Cybergrooming)
- 12+
Wie das Handy vom besten Freund zum schlimmsten Feind wird, erzählt Fritzi, und die muss es wissen: Als sie nach der Trennung der Eltern in eine neue Schule kommt, beginnt für sie ein Albtraum: Mobbing. Sie fühlt sich ausgeliefert, hilflos, alleingelassen. Aber mit 13 bekommt sie ein Handy, und ab dann scheint erstmal alles besser zu werden: Das Internet ist Freiheit! In der Welt der sozialen Medien kann sie sein, wer sie will, kann sich eine Community suchen, in der sie verstanden und akzeptiert wird. Hier findet sie auch einen »echten« Freund. Olli ist älter als Fritzi, 18 (sagt er), aber das macht nichts, denn er versteht sie besser als jeder andere Mensch. Mit ihm ist die Welt in Ordnung. Bis er Dinge von ihr verlangt. Unangenehme Dinge. Wenn sie die nicht macht, schweigt er tagelang, sodass sie fürchtet, ihr einziger Freund könnte sie im Stich lassen. Also gibt sie ihm, was er will. Und gerät in einen Strudel, der steil abwärts führt.
»Cybergrooming« ist längst allgegenwärtig für junge Menschen, und oft werden sie mit ihren Erfahrungen allein gelassen. Juliane Hendes erzählt in »Ein Bild von mir« die Sicht einer Betroffenen nach und zeigt nachvollziehbar auf, wie leicht Täter Zugang zu ihren Opfern finden. Und wie wichtig es ist, hinzusehen. Es inszeniert Katharina Brankatschk, Oberspielleiterin des Thalia Theaters.