Die Oper

Albert Herring

KostProbe

Dauer: ca. 2 Stunden 45 Minuten, 1 Pause

Komische Oper von Benjamin Britten
Libretto von Eric Crozier nach Guy de Maupassant
In deutscher Sprache mit Übertiteln
Premiere: 27.04.2024

Großbritannien vor nicht zu langer Zeit. Lady Billows ist empört, dass sich England abschafft. Sie ruft die Säulen der Gesellschaft zu einer Geheimkonferenz in ihre Villa und stiftet einen Preis für eine vorbildliche Vertreterin des Volks. Leider kann es kein Mädel den falschen Patriot*innen recht machen. Also muss ersatzweise ein Jungmann her: Albert, der Sohn der verwitweten Gemüsehändlerin Herring. Er ist mit seinen 23 Jahren ein bisschen zurückgeblieben und passt somit perfekt ins Beuteschema der selbst ernannten Alternative für England. Die Mutter, selbst nicht das hellste Licht im Laden, hat ein vitales Interesse an seiner Verblödung. Sie braucht seine billige Arbeitskraft. Doch die Azubis Sid und Nancy machen der Bande einen Strich durch die Rechnung. Die Rettung des Vaterlands findet statt. Aber anders, als Lady Billows plante: Albert befreit sich von den Geiferern dieser Welt.

Der Brite Benjamin Britten hat 1946/47 im Enid Blyton-Stil eine so hellsichtige wie lustige Coming-of-Age-Komödie über die Feinde der offenen Gesellschaft und die Gegenwehr ihrer Opfer geschrieben: mit leichtfüßiger Musik, tänzelnden Melodien und graziös zersetzenden Anspielungen. Karolina Sofulak holte sie vor zwei Jahren an der Staatsoper Poznàn als Casting-Show in die Gegenwart (so wie Britten es mit seiner Vorlage tat): Das konservative PiS-Polen sucht den Superstar. Und sie verfremdete die Figuren wieder, damit sich niemand angegriffen fühlt: Sie scheinen einem Zeichentrick-Film entstiegen. In Halle wird die Produktion nun angepasst. Ein Spaß für alle Freund*innen intelligenter Unterhaltung.

Besetzung

Termine