Hedda Gabler
Schauspiel von Henrik Ibsen
Hedda Gabler
ach außen ist alles perfekt: Perfekte Hochzeitsreise, perfektes Traumhaus (in dem die väterliche Waffensammlung ein kitzelnder Spaß ist), der Mann aufstrebender Stern am Literaturhimmel – Hedda, geb. Gabler, und Jørgen Tesman sind angekommen! Doch nichts in dieser Welt ist stabil. Verletzungen, brennende Sehnsüchte und das ständige Aufbegehren gegen ein Leben, das zu eng, zu fad, zu vorhersehbar ist, sorgen bei Hedda für innere Hochspannung und hungernde Lust nach Intensität und Ausbruch. Als ihr früherer Liebhaber Ejlert Løvborg und dessen Unterstützerin Thea Elvsted auftauchen, beginnt Hedda aus Eifersucht und innerer Getriebenheit, deren Beziehung und Løvborgs Zukunft zu sabotieren. Ein gefährliches Spiel für einen Moment der Freiheit und Macht – koste es, wen und was es wolle.
Der Norweger Henrik Ibsen schrieb, so formulierte er es selbst, »um Menschen zu schildern«, seine Figuren sind voller Ambivalenzen, Sehnsüchte und Abgründe. Mit Hedda Gabler hat er eine für seine Zeit ungewöhnliche Hauptfigur geschaffen, was nach der Uraufführung in München 1891 im Theaterskandal mündete. »Hedda Gabler« zeigt eine Antiheldin, die konsequent gegen Konventionen anrennt und damit die vermeintliche Ordnung ihrer Welt ins Wanken bringt. Ein fesselndes Stück über Freiheit und Selbstbehauptung, mit dem Mille Maria Dalsgaard ihre Beschäftigung mit dem Naturalismus fortsetzt, die 2025 mit »Fräulein Julie in Arbeit« begann. In ihrer Version besticht die Perspektive auf Heddas Innenwelt, die auch mit einem musikalischen Zugriff die Textvorlage um weitere Ebenen bereichert.
Besetzung
- Regie
- Bühne und Kostüme
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Musik
Brian Larsen
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Video
Stefan Stanišić
- Dramaturgie
Termine
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