Robert Sellier
Robert Sellier
Die Oper

Robert Sellier

Tenor

An der Oper Halle seit 2013/14

Der Münchner Tenor begeisterte in der letzten Spielzeit das Hallenser Publikum unter anderem in der Rolle des Grafen Ferry Hegedüs in »Viktoria und ihr Husar«. Er tritt 2022/23 in Verdis »Rigoletto«, Sondheims »Ab in den Wald – Into the Woods«, Strauss‘ »Der Rosenkavalier« Mozarts »Figaro« und vielen weiteren Produktionen auf. Sellier erhielt ersten Gesangsunterricht bei Hartmut Elbert in der Bayerischen Singakademie, studierte bei Jan Hammar in Augsburg und belegte Meisterkurse bei Margaret Baker-Genovesi, Margreet Honig, Rudolf Pierney, Gerd Uecker, Peter Schreier, Rudolf Jansen, Edith Wiens und James Taylor.

Erste Engagements führten ihn u. a. zu den Salzburger Festspielen, als Enrico in der Uraufführung von E.T.A. Hoffmanns Oper »Liebe und Eifersucht« zu den Ludwigsburger Festspielen, nach Bielefeld, als Almaviva in Rossinis »Barbier von Sevilla« an die Komische Oper Berlin sowie als Ferrando in Mozarts »Così fan tutte« nach Augsburg. Von 2007 bis 2013 sang er im Ensemble des Münchner Gärtnerplatztheaters u. a. Tamino in der »Zauberflöte«, Almaviva im »Barbier von Sevilla«, beide Fentons in Nicolais »Lustigen Weibern von Windsor« und Verdis »Falstaff«, Remendado in »Carmen«, Alfred in der »Fledermaus« und Frederik in Gilbert & Sullivans »Piraten von Penzance«.

Im Konzertbereich arbeitete er vor allem mit auf historischen Instrumenten musizierenden Ensembles zusammen, etwa mit der Lauttencompagney Berlin, der Hofkapelle München, Les Cornets Noirs, La Banda, L’arpa festante, dem L‘Orfeo Barockorchester, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Händelfestspielorchester Halle sowie dem New London Consort, aber auch mit der Dresdner Philharmonie und mit Enoch zu Guttenberg. Sellier gastierte bei den Händel-Festspielen Göttingen und Halle sowie 2014 auf Einladung der Oper Halle mit Händels »Messias« in Halles nordamerikanischer Partnerstadt Savannah. Zahlreiche CD- und DVD-Einspielungen sowie Liederabende runden seine Konzerttätigkeit ab.

An der Oper Halle war er u. a. als Tenor in »Luther – Das Kantatenprojekt«, Jephta in Händels gleichnamigem Oratorium, Fabio in »Berenice«, Curio in Peter Konwitschnys »Julius Cäsar«, Bastien in Mozarts »Bastien und Bastienne«, Jaquino in »Fidelio«, Steuermann in »Der fliegende Holländer«, Don Alvar in Meyerbeers »Afrikanerin«, Dancaïro in »Carmen«, Poisson in »Adriana Lecouvreur«, Scaramuccio in »Ariadne auf Naxos« sowie Jack O'Brian in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« zu erleben.

Neben seinen Opernauftritten beteiligt sich Sellier mit Leidenschaft an den alternativen Formaten der Bühnen Halle. So ist er regelmäßig in den Konzertreihen der Staatskapelle Halle und des Händelfestspielorchesters in großer oder kammermusikalischer Besetzung zu erleben, u. a. bei »Musica Sacra», »Händels Schätzen« oder mit dem Martin Reik Quartett. Sein Repertoire reicht von den Oratorien und Passionen Bachs über Mendelssohns »Paulus« bis zu Brittens »War Requiem«. Besonders liegt ihm die szenische Darbietung der Schubertschen »Winterreise« mit Hammerflügel am Herzen.