14.11.2022
Fliegende Fische und Schwarzlichttheater in den Herbstferien

In Kooperation mit dem Familienbüro der Martin-Luther-Universität tauchten wir gemeinsam mit über 20 Jungen und Mädchen in die Welt des Theaters, um ganz genau zu sein, in die Welt des Schwarzlichttheaters ein.
Angelehnt an die Produktion »Die kleine Seejungfrau«, einer Schwarzlichttheateraufführung im Puppentheater, gestalteten wir einen Vormittag lang mit den Ferienkindern phosphoreszierende Fischwesen und animierten diese dann unter Schwarzlichteinstrahlung. Zuerst wurde ganz konzentriert und kreativ gebastelt. Aus gebrauchten Eierpappen entstanden verschiedene Wesen der Unterwasserwelt. Dann wurde der Bühnenraum verdunkelt und mit den Fischen gespielt – es wurde gestaunt, gelacht und verblüffend zugeschaut und somit den jungen Menschen die magische Welt des Theaters auf faszinierende Art begreiflich gemacht. (Annett Krake)

Schwarzlichtteater in den Herbstferien
© Josephine Lehmann

 

28.10.2022
Eine ganze Woche für Kinder und Jugendliche - 70 Jahre Thalia Theater Halle

Mit einem Festival unter dem Motto »Perspektiv*en« machte das Thalia Theater vom 08. bis 16.10.2022 gezielt auf sich aufmerksam.

 

Was für ein stolzes Jubiläum, was für ein kulturelles Aushängeschild, was für eine Theatergeschichte. Das Thalia Theater, das renommierte Kinder- und Jugendtheater der Stadt wurde 1952 zur Förderung der Heranwachsenden in der DDR gegründet. Das Thalia Theater hieß damals »Theater der jungen Garde« und war ein echtes Novum. Denn nach dem »Theater der jungen Welt«, das 1946 in Leipzig gegründet wurde, dem »Theater der jungen Generation« 1949 in Dresden, dem »Theater der Freundschaft« 1950 in Berlin, stand Halle mit der Gründung einer eigenen Spielstätte für Kinder und Jugendliche 1952, auf Platz 4 im Republikranking. Das ist lange her und seitdem ist viel passiert.
Was geblieben ist, ist das Ansinnen, Kindern und Jugendlichen eine Bühne zu bieten, emotionale Räume zu schaffen, auf ihre veränderte Kindheit und Jugend zu reagieren, ihre Stimmen und Meinungen zu hören, sie zu sehen, zu erreichen, Sichtweisen zu hinterfragen und zu erweitern.
Wie wichtig es ist, dass junge Menschen nicht nur durch familiäre Strukturen und durch altersentsprechende Bildungseinrichtungen Zugang zu gesellschaftlich und ihrem Alter entsprechenden Themen, Fragen und Prozessen finden, zeigte die Festivalwoche noch einmal ganz deutlich.
Die Jubiläumsinszenierung »Garland« von Svenja Viola Bungarten, in der Regie von Matthias Brenner kam bei dem jungen Publikum sehr gut an und bot Stoff für einen regen Austausch über die Klimakrise und über das Leben in der Provinz. Die unterschiedlichen Workshopangebote waren schnell ausgebucht und trafen thematisch den Puls der Zeit. Junge Menschen brauchen Perspektiven, brauchen Angebote, die durch Übertreibung, Verstörung, durch Heiterkeit, durch Überraschung und durch altersgerechte Vermittlung zu ihnen gelangen, Emotionen schaffen und somit nachhaltige Bildung generieren.

 

18.10.2022
Die Oper ist auch mobil unterwegs

Die Oper verlässt in dieser Spielzeit das Haus und brilliert in Kitas, Schulen und Horten mit der mobilen Produktion »Die Küchenoper« von Frank Schwemmer in der Inszenierung von Louisa Proske, für Kinder im Alter ab 3 Jahren. Mit von der Partie sind bei dieser Aufführung ein Koch, sein Hilfskoch, eine Maus und die Küchenelfe. Zu Beginn der Spielzeit haben wir schon einige Vorstellungen »Der Küchenoper« im Foyer 2 der Oper vor einem begeisterten sehr jungen Publikum gespielt, um der Nachfrage gerecht zu werden, im November fahren wir dann in die Einrichtungen.
Unterwegs sind wir auch mit der Opera Mobile in Altersheimen und sozialen Einrichtungen der Stadt. Solisten der Oper und der Pianist Bart Berzonsky präsentieren bei diesem musikalischen Format kleine, feine und hochkarätige Programme. Ein Zitat eines Besuchers bezeugt die Beliebtheit unserer Aufführungen vor Ort: »Das hätte ich nicht erwartet, dass eine so tolle Stimme hierherkommt zu uns!«
          Gestartet sind auch wieder die beliebten Krabbelkonzerte der Staatskapelle mit der Harfinistin Ursula Heinz. Und in Vorbereitung befinden sich die Schülerkonzerte für Grundschüler sowie – neu! - Schulkonzerte für ältere Schüler mit dem neuen Generalmusikdirektor Fabrice Bollon in der Händel-Halle. Wir starten mit Faust Vertonungen. 

In Zusammenarbeit mit Schulen werden Workshops und Instrumentenvorstellungen durchgeführt, z.B. im Rahmen der Fördermaßnahme »Kreativpotentiale« gemeinsam mit dem Giebichenstein Gymnasium Thomas-Müntzer und für den Landesverband Szenisches Gestalten in der Schule.
Etwas ganz Besonderes und Neues war die Tastführung durch die Oper, die wir mit dem Verein SeH-Blick machen durften. Wir haben auf dies Weise das Haus gemeinsam mit der Gruppe auf eine ganz andere Weise kennengelernt. Der Dank geht an die Abteilungen, vor allem an die Ankleider, die besondere Kostüme mit eigener Geschichte rausgesucht haben. Heimliche Stars waren allerdings die beiden Blindenhunde, die selbst im Lastenaufzug nicht die Nerven verloren haben!
Und was begegnet uns sonst noch im Bühnen-Alltag? Einer neuer Podcast mit den Ausstattern von Gounods »Faust« wurde aufgenommen worden und der MOP (MehrgenerationenOpernProjekt) trifft sich wieder wöchentlich zu Proben. Die Theatergruppe ist diesmal schon früh komplett und wir haben auch schon ein neues Stück ausgesucht, an dem wir arbeiten und was im nächsten Sommer aufgeführt werden soll. Aber das wird erst später verraten… (Frauke Kuhfuß-Knauer)

 

05.10.2022
Wir sind gestartet

Mit einem fulminanten Kulturspektakel sind die Bühnen Halle in die neue Spielzeit gestartet. Für drei Tage und Abende verwandelte sich der Marktplatz in einen Ort der Kunst und Kultur, mit Theateraufführungen, Gesprächen und verschiedenen Konzerten. Magische Anziehungspunkte und beliebe Fotomotive waren für das interessierte Publikum das Sofa direkt aus dem Puppentheater und die übergroße, imposante Katze aus der Ballettinszenierung »Alice im Wunderland«.

Kulturspektakel der Bühnen Halle 03. & 04.09.2022

Alle Sparten der Bühnen Halle, und deren Theatervermittlung, bereiten sich nun auf die ersten Begegnungen mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor. Vorstellungsbesuche werden arrangiert, Workshops und Vor- und Nachbereitungen zu Inszenierungen geplant.
Besonderen Zuspruch finden die Produktionen »Art*House«, »Alice im Wunderland« und »Evolution« im Ballett, das Schwarzlichttheaterstück »Die kleine Seejungfrau«, »Dracula« und »Viel Lärm um nichts« im Puppentheater, das Kinder- und Jugendstück »Wutschweiger« aus dem Schauspiel und Einblicke in »Faust« aus der Oper. Zudem ist ein bemerkenswertes Projekt im Ballett angelaufen – wir suchen SCHULPATENSCHAFTEN – Firmen und Unternehmen unterstützen Schulen durch den Kauf von Theaterkarten.
Nach der pandemischen Pause nimmt die Theatervermittlung nun auch wieder an Dienst- und Fachschaftskonferenzen von Bildungseinrichtungen teil. Ein lebendiger, kreativer und individueller Austausch entsteht und nachhaltige Kooperationen werden vereinbart. Besucht haben wir zb. schon die KGS Humboldt, das Elisabethgymnasium, die Latina, die Grundschule in Bennstedt und die Grundschule Friedemann-Bach. (Sylvia Werner)