Agrippina
Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel | 16+
Agrippina
- 16+
- 3h 15 min, 1 Pause
- Italienisch
Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Libretto von Vincenzo Grimani
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere: 06.06.2025
Eine flippige Komödie der überdimensionalen Egos in einer dysfunktionalen First Family brachte dem 24-jährigen Händel den Durchbruch in Italiens Opernszene. Und damit in der Welt. Spritzige Melodien und haarsträubende Revierkämpfe machten ihn zu »everybody’s darling« im »Las Vegas« des 18. Jahrhunderts – Venedig war damals Europas Amüsiermetropole Nr. 1. Sein Kosename »Il caro Sassone – Unser lieber Sachse« kam mit »Agrippina« auf. »In jeder musikfreien Sekunde erschütterten Klatschen und Rufe ›Viva il caro Sassone – Es lebe der teure Sachse‹ und andere Beifalls-Bekundungen, die zu übertrieben sind, um sie hier zitieren zu können, das Theater«, berichtete John Mainwaring: »Alle waren verblüfft über die Größe und Erhabenheit seines Stils, denn bisher hatte hier niemand auch nur im entferntesten eine so kraftvolle Harmonik und so dichte Modulationen gehört, und beides auf so magische Weise vereint.«
Aber auch das Textbuch ist für Walter Sutcliffe eines der besten, die es gibt. Es zeigt eine Gesellschaft, die getrieben wird von Machtgier, Eitelkeit, List und Dummheit in komplizierten und von vielen Zufällen geprägten, unvorhersehbaren Wechselwirkungen. Händels Librettist Vincenzo Grimani, selbst Spross einer der führenden Familien des
Landes, kannte sich aus. Er war Kardinal, kaiserlich-habsburgischer Botschafter im Vatikan, Vizekönig von Neapel und Unternehmer in Venedig. Sein Buch ist personenreicher und komplexer als jedes andere, das der Hallenser Komponist vertonte.
Ks. Romelia Lichtenstein wird als Königin-Mutter brillieren, Stardirigent Laurence Cummings, langjähriger Leiter der Händel-Festspiele Göttingen, freut sich auf diesen jungen, frechen Händel, der 1943 in Halle erstmals wieder zum Leben erweckt wurde.
Besetzung
- Musikalische Leitung
- Regie
- Bühne
- Kostüme
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Choreinstudierung
Bartholomew Berzonsky
- 20.02.
- 22.03.
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Dramaturgie
Boris Kehrmann
- Claudio
- Agrippina
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Nerone
Leandro Marziotte
- 20.02.
- 22.03.
- 10.06.
- 13.06.
Maayan Licht- 26.04.
- Poppea
- Ottone
- Pallante
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Narciso
Annika Westlund
- Lesbo
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Orchester
Händelfestspielorchester Halle
- Chor
Pressestimmen
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Mengguang Huang, Operawire
»The stage itself is a visual spectacle. [...] A triumph of music and a modern parable about power, vanity, and human folly.«
»Die Bühne allein ist ein visuelles Spektakel. […] Ein musikalischer Triumph und eine moderne Parabel über Macht, Eitelkeit und menschliche Torheit.«
»This ›Agrippina‹ brilliantly exposes Handel’s deft technique of recycling his own music into a sharp pastiche, while the cast’s vivid performances and Sutcliffe’s imaginative direction resurrect the centuries-old political satire as a vibrant, contemporary spectacle.«
»Diese ›Agrippina‹ legt Händels kunstvolle Technik, eigene Musik zu einem pointierten Pasticcio weiterzuverarbeiten, auf brillante Weise offen; zugleich erwecken die eindrucksvollen Leistungen des Ensembles und Sutcliffes fantasievolle Regie die jahrhundertealte politische Satire als lebendiges, zeitgenössisches Spektakel neu zum Leben.«
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Pedro Medeiros, BaroquiadeS
»Cette ›Agrippina‹ n’est ni fidèle ni sage – mais elle est spectaculaire, troublante, et surtout : vivante.«
»Diese ›Agrippina‹ ist weder treu noch weise – aber sie ist spektakulär, beunruhigend und vor allem: lebendig.«
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Ute Grundmann, Opern News
»Flotte Intrigen, bezaubernde Stimmen, viel Spielwitz«
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Maximilian Nitschke-Stockmann, Rainbow City Radio
»Ein inszenatorisches Highlight […] in der gesamten Opernlandschaft!«