Staatskapelle

8. Sinfoniekonzert

Staatskapelle Halle

Motiv 8. Sinfoniekonzert
© Malte Riechert

Mit der 9. Sinfonie schuf Gustav Mahler ein Werk des Abschieds. In ihr verdichten sich Innigkeit, Erinnerung und Transzendenz zu einem gleichsam monumentalen wie persönlichen Vermächtnis des Komponisten. Schon der eröffnende Satz entfaltet einen weiten, atmenden Klangraum, in dem sich Leidenschaft und Vergänglichkeit berühren. In die tiefsinnige Tragik mischen sich Momente des Aufbegehrens: Die herben Mittelsätze bestehen aus einem ironischen Ländler-Tanz und einer Burleske, die Mahler mit der Anweisung »sehr trotzig« überschrieben hat. Im letzten Satz löst sich die Musik schließlich in langen, schwebenden Linien allmählich auf – bis sie im kaum mehr hörbaren Verklingen Abschied nimmt. So wird Mahlers letzte Sinfonie nicht nur zum persönlichen Vermächtnis, sondern auch zum sinnfälligen Schlusspunkt der Sinfoniekonzert-Reihe unseres 20-jährigen Jubiläums. Wie ein letztes Innehalten bündelt sie die Erfahrungen der vergangenen acht Konzerte und entlässt Publikum wie Orchester in einen offenen Horizont. Ein Abschied, der zugleich Verheißung ist.

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