Staatskapelle

4. Sinfoniekonzert

Staatskapelle Halle

4. Sinfoniekonzert

Henryk Górecki war einer der bedeutendsten polnischen Komponist*innen der Moderne – umso größer war die Verwunderung des Publikums bei der Uraufführung seiner 3. Sinfonie. Denn was hier erklang, war ein ruhiges, klares, beinahe asketisches Werk von radikaler Schlichtheit. Drei zutiefst bewegende Texte bilden die Grundlage dieser sogenannten »Sinfonie der Klagelieder« für Sopran und Orchester. Einer von ihnen ist die Botschaft einer 18-jährigen Frau an ihre Mutter, die sie während des Zweiten Weltkriegs in die Wand einer Gestapo-Gefängniszelle ritzte. Die Musikkritik war auf ein stilistisch derart »unmodernes« Stück nicht vorbereitet und ließ das Werk bei seiner Premiere krachend scheitern. Die Geschichte jedoch gab den Kritiker*innen Unrecht: Heute gilt die Sinfonie als ein Werk von überwältigender existenzieller Tiefe und hat sich einen Platz im Konzertrepertoire erobert. Auch das Publikum der Uraufführung von Ludwig van Beethovens 3. Klavierkonzert staunte nicht schlecht: Noch nie zuvor war ein Klavierkonzert so kühn und zugleich so sinfonisch gedacht worden. In diesem Fall jedoch setzte sich die Innovationskraft des Werkes unmittelbar durch – das Konzert wurde rasch als Meisterwerk anerkannt und markiert bis heute einen entscheidenden Schritt auf Beethovens Weg zu einem neuen, romantischen musikalischen Ausdruck.

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Programm